Sandra und Frank Stöver aus Hanstedt erwerben Anwesen

Senioren-WG in Bruchhausen-Vilsen: Amtshof findet neue Besitzer

Der Amtshof in Bruchhausen-Vilsen: Das Anwesen wurde im Jahr 1775 errichtet.
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Der Amtshof in Bruchhausen-Vilsen: Das Anwesen wurde im Jahr 1775 errichtet.

Fast fünf Jahre stand das Amtshaus in Bruchhausen-Vilsen leer und hat nun neue Besitzer gefunden. Aus dem Amtshof wird eine Senioren-WG.

Hanstedt/Br.-Vilsen – Das Ehepaar hat das Anwesen erworben und rechnet inklusive Kaufpreis mit einer Investitionssumme von drei bis vier Millionen Euro. Stövers planen, zwei Senioren-Wohngemeinschaften mit jeweils zwölf Zimmern sowie vier separate Wohnungen für junge Menschen einzurichten.

„Die Lage ist toll, wir sind von unserer Idee überzeugt, und wir wollen das zusammen mit dem Denkmalschutz realisieren“, sagt Frank Stöver, der zusammen mit seiner Frau, die Geschäftsführerin eines Planungsbüros ist, auch das völlig marode Bahnhofsgebäude in Wildeshausen saniert hat.

Baudenkmal aus dem Jahr 1775

Laut Maklerangaben erstreckt sich das idyllisch gelegene Grundstück über eine Fläche von 4.585 Quadratmetern. Die Straße ist als eine Lindenallee gestaltet, die durch den Park auf den Hof und den Eingang des Hauses zuführt. Zu der Liegenschaft gehört ein weiteres 922 Quadratmeter großes Grundstück, das als befestigter Parkplatz angelegt ist. Es sind insgesamt 38 Stellplätze, davon ein rollstuhlgerechter Stellplatz, vorhanden.

„Das Gebäude präsentiert sich äußerlich weitestgehend in seinem ursprünglichen Zustand. Es ist ein bedeutsames Baudenkmal im Südbremer Raum“, heißt es vom Makler. „Das Hauptgebäude verfügt über 27 Zimmer, die sich auf einer Wohn- und Nutzfläche von 1 285 Quadratmetern aufteilen. Das Haus ist teilweise entkernt, und einige Räume wurden bereits saniert.“

Gebäude stand fünf Jahre leer

Fast 40 Jahre lang war dort eine Zahnarztpraxis ansässig. Als der Inhaber 2016 unerwartet starb, wurde der Amtshof im darauffolgenden Jahr zwangsversteigert. Landwirt Stefan Nolte erwarb die Immobilie und wollte dort ein Restaurant mit Räumen für große Feiern eröffnen. Der Besitzer ging die Sanierungsarbeiten zwar an, wollte das Gebäude dann aber doch wieder verkaufen.

Planen eine Senioren-WG: Sandra und Frank Stöver wollen das Gebäude umbauen.

„Wir sind zufällig darauf gestoßen“, sagt Frank Stöver, der ebenfalls Landwirt ist, sich aber nach eigenen Angaben immer wieder für neue herausfordernde Projekte interessiert. Da seine Frau und er einen Bekannten hätten, der gerade ein neuartiges Seniorenwohnen aufzieht, wollten sie ein ähnliches Projekt verwirklichen.

„Die älteren Leute mieten sich ihr eigenes Zimmer mit Bad“, so Frank Stöver. „Es gibt dazu aber wie bei einer WG Gemeinschaftsräume.“ Zudem könnten die Bewohner Pflege oder Betreuung dazubuchen. Senioren, die so etwas nutzen wollten, bekämen vom Staat einen Mietzuschuss von 120 Euro pro Monat, unabhängig von den Vermögensverhältnissen, so Stöver. „Gleichzeitig geben sie großen Wohnungen für jüngere Interessierte frei“, glaubt der Hanstedter an einen Vorteil für die Gesellschaft. Er wolle auf jeden Fall, dass die Wohnungen im neuen Amtshof erschwinglich seien.

In dieser Woche stehen Gespräche mit dem Denkmalschutz an. „Wir werden da sehr behutsam rangehen“, sagt Stöver. Es sei geplant, die Wohngemeinschaften Ende 2022 zu eröffnen.  

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