Selbsthilfegruppe für Frauen mit Migrationshintergrund 

„Die Schwestern“ lernen ihre neue Heimat kennen

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30 Frauen kamen zum ersten Treffen von „Die Schwestern“ im Mehrgenerationenhaus.

Wildeshausen - „Die Schwestern“ heißt eine neue Selbsthilfegruppe im Mehrgenerationenhaus (MGH), die von der Integrationsbeauftragten des Landkreises Oldenburg, Marion Unkraut, finanziell gefördert wird. Allerdings kommen die „Schwestern“ aus vielen Ländern dieser Erde.

Rund 30 Frauen aus Bulgarien, Afghanistan, Syrien, Iran und Irak treffen sich zukünftig alle zwei Wochen im Haus des Roten Kreuzes an der Bahnhofstraße in Wildeshausen. „Sollten es noch mehr werden, teilen wir die Gruppe, sodass jede Woche ein Treffen möglich ist“, sagt MGH-Leiterin Sandra Scholz, die ganz begeistert ist von der Beteiligung beim ersten Treffen.

Eigenheiten kennenlernen

Das Motto der Gruppe ist „Miteinander lachen und leben“. Die Idee dazu hatte Seham Cercur, die auch die Leitung übernommen hat. Ihre Töchter kümmern sich um die Betreuung der kleinen Kinder der vielen Mütter bei dem Treffen.

Die Gruppe richtet sich an Frauen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland dazugehören möchten. „In gemütlicher Atmosphäre soll lebenspraktisches Wissen vermittelt werden“, so Cercur. So ging es beim ersten Treffen um Informationen über Pflegeprodukte wie Hautcremes, Shampoo oder Seifen. „Großes Erstaunen gab es beispielsweise, dass wir hier in Deutschland verschiedene Sonnenschutzfaktoren bei Lotionen haben“, erzählte Scholz. „Und dass es spezielle Lotionen für empfindliche Haut und Kinder gibt.“

„Offenes Ohr“ für persönliche Probleme

Ganz offenbar herrscht bei vielen Frauen aus dem Ausland Ahnungslosigkeit über Dinge, die uns selbstverständlich erscheinen. Deshalb sind schon bald weitere Informationsnachmittage geplant. Es soll auch eine Kosmetikerin kommen, um über Hautprobleme aufzuklären.

Im geschützten Rahmen wird den Frauen zudem ein „offenes Ohr“ für persönliche Probleme geboten. Gleichzeitig geht es darum, die deutsche Gesellschaft näher kennenzulernen. So planen die „Schwestern“ Besuche in Kinderkrankenhäusern in Delmenhorst und Vechta. Dabei ist es wichtig, öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn zu nutzen.

„Es geht darum, die neue Heimat mit all ihren Facetten zu entdecken“, so Cercur, die auch im Bildungswerk und als Sprachmittlerin tätig ist. Das nächste Treffen ist fürDonnerstag, 15. Juni, ab 17 Uhr im Mehrgenerationenhaus geplant.

dr

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