Selbstbewusst und erfolgreich

Junge Instrumentalisten und Sänger zeigen ihr Können bei „Jugend musiziert“

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Gutes Duo: Christopher Schütte (links und Ichiro Asanuma spielten gemeinsam.

Wildeshausen - Von Holger Rinne. Nervöse Schüler, umsorgt von noch nervöseren Eltern säumten am Sonnabend die Gänge der Kreismusikschule in Wildeshausen. Die Prüfungen zum Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ der Region Oldenburger-Land Süd standen an. Dazu gehören neben dem Landkreis Oldenburg auch die Landkreise Cloppenburg, Vechta und die kreisfreie Stadt Delmenhorst. Die Besten erhielten eine Weiterleitung und dürfen am Landeswettbewerb teilnehmen, der vom 27. bis 31. März an in der Musikhochschule Hannover ausgetragen wird.

Im Vorbereitungsraum für Zupfinstrumente im Keller bereitete Gitarrenlehrerin Rita Klinkert von der Kreismusikschule Vechta ihr Ensemble vor. Die Instrumente wurden gestimmt und ein paar Takte angespielt. Dann ging es in den Vortragsraum. Als Jury-Vorsitzender Dr. Martin Weber die drei Interpretinnen fragte, ob er die Werke vorstellen soll, antwortete Joelle Pellenwessel ganz selbstbewusst: „Das würden wir gerne selber machen.“ Anschließend legte die Elfjährige gemeinsam mit Annie Westerhoff (ebenfalls elf Jahre) und Karina Sinn (zwölf) einen beeindruckend souveränen Gitarrenvortrag hin. Am Ende stand ein erster Preis mit Weiterleitung.

Das Trio kommt aus Damme, wie man unschwer an den T-Shirts mit der Beflockung „Gymnasium Damme“ erkennen konnte. Am Ende des vierten Stückes erhielten die drei Musikerinnen von den Zuhörern anerkennenden Applaus. „Sie spielt jetzt seit zwei Jahren Gitarre. Selten muss man sie zum Üben motivieren“, verriet Annies Mutter Eva Westerhoff nicht ohne Stolz. „Vorher waren wir richtig nervös, jetzt nicht mehr“, erzählte Joelle nach den vier Stücken erleichtert.

Sie und die anderen Teilnehmer sowie Besucher der öffentlichen Veranstaltung waren von Rafael Jung in Empfang genommen worden. Auf einem Tisch vor ihm im Eingangsbereich lagen Namensschilder von Juroren, die in den nächsten Minuten eintreffen sollten. „Die Percussion-Leute sind im Saal, die Gitarristen im Keller, im Rathaussaal sind die Violinen. An so einem Tag wie heute geraten wir schnell an unsere räumlichen Grenzen“, erklärte der Musikschulleiter zum gefühlt 50. Mal an diesem Vormittag. Auch im benachbarten Waltberthaus gingen am Wochenende Prüfungen über die Bühne.

Den ganzen Tag über sangen und spielten Jugendliche. Immer unter den Augen einer vierköpfigen Jury. Ein paar 100 Meter von der Musikschule entfernt nutzte Violinist Christopher Schütte aus Wildeshausen um 11 Uhr die Einspielzeit im oberen Rathaussaal mit seiner Klavierbegleitung Ichiro Asanuma, Lehrer an der Musikschule. Mit der Sonate Nummer 16 in D-Dur von Johann Christian Bach, Sohn des berühmten Komponisten Johann Sebastian Bach, und dem moderneren Stück „Wild Horses“ wollte er die Jury beeindrucken. Seine Lehrerin Ute Klitte beobachtete das „Warm up“ wohlwollend. Am Ende stand ein zweiter Preis.

Für Asanuma, Klitte und ihren Schützling stand nicht der Wettbewerb, sondern die Musik im Vordergrund. Das betonten auch die Ausrichter des Regionalwettbewerbs in ihrer Ankündigung: „Der Regionalausschuss bemüht sich immer wieder, eine angenehme Atmosphäre herzustellen, in der es vor allem um Begegnung. Austausch und professionelle Beratung geht.“ Insgesamt hatten sich für den Regionalwettbewerb in Wildeshausen 93 Teilnehmer in den Kategorien Streicher solo, Gesang (Pop), Percussion solo, Mallets solo sowie Gitarre angemeldet.

Die Preisträger sind am Sonntag, 10. Februar, ab 16 Uhr im Saal der Kreismusikschule Wildeshausen noch einmal auf der Bühne zu sehen. Dort erhalten sie auch ihre Urkunden. Das Preisträgerkonzert ist öffentlich.

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