Richtfest des Wohnparks an der Hunte nach nur einem halben Jahr Bauzeit

Selbst Handwerker sind von der Schnelligkeit überrascht

Ein Gebäude des Wohnparks ist kurz vor der Vollendung. Dort entstehen 25 Wohnungen.

Wildeshausen - Wie schnell der Wohnpark an der Hunte in Wildeshausen gebaut wurde, sei selbst den Handwerkern auf dem Bau nicht ganz geheuer, erklärte am Donnerstag Investor Friedhelm Clasen beim Richtfest. Erst im Oktober erfolgte die Grundsteinlegung. Aber bereits in der kommenden Woche ist einer der zwei Gebäudekomplexe fertig. Im Juni soll dann das größere Haus eingerichtet werden.

Im künftigen Aufenthaltsraum für Bewohner herrschte während der Veranstaltung dichtes Gedränge. Nicht nur Politiker waren anwesend, sondern auch interessierte Senioren und ihre Angehörigen, die den Rohbau sowie die fast fertigen Wohnungen besichtigen wollten. Passend zum frühlingshaften Wetter wünschte Clasen in seiner Rede allen zukünftigen Bewohnern „Sonnenschein in ihrem Leben“. Er sei froh, dass das Richtfest diesmal über die Bühne gehen konnte. Der eigentliche Termin Mitte Februar sei im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aber die Handwerker, denen alle Redner ihren Dank aussprachen. „Das Miteinander auf der Baustelle ist sehr gut“, sagte Clasen. Die Arbeiter, so betonte er, stammen alle entweder aus Wildeshausen oder aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta.

125 Bewohner werden im Wohnpark an der Hunte in Zukunft betreut, dazu kommen noch Senioren, die in einer der 25 Wohnungen leben können. Die Leitung übernimmt die Wildeshauserin Anja Jansing, die zuvor dem Wohnpark am Fuchsberg in Ganderkesee vorstand. 80 Mitarbeiter werden sich um die Bewohner kümmern.

Wie wichtig die Einrichtung für die Zukunft sei, stellten die Gastredner, Bürgermeister Jens Kuraschinski, Landrat Carsten Harings und die Landtagsabgeordneten Renate Geuter (SPD) sowie Karl-Heinz Bley (CDU), heraus. „Der demografische Wandel stellt uns vor Herausforderungen“, so Harings. „Wir sollten dabei aber nicht in Sorge verharren, sondern aktiv gestalten.“ Er verheimlichte in seiner Ansprache nicht, dass die Kreisverwaltung am Anfang dem Projekt kritisch gegenüberstand. Stein des Anstoßes war der Bauplatz, der im Überschwemmungsgebiet der Hunte liegt. „Aber die behördlichen Hürden wurden gemeinsam gemeistert“, erläuterte Harings.

Aber gerade dieser Standort biete den Bewohnern durch seine zentrale Lage eine gute Anbindung, meinte Jens Kuraschinski. Die Möglichkeit des betreuten Wohnens und der Pflege schließe eine Lücke auf dem Wildeshauser Wohnungsmarkt, so der Verwaltungschef. „Ich bin überwältigt, was sich hier alles getan hat“, erklärte er. Dem schlossen sich auch Geuter und Bley an. Nach den Reden und einem gemeinsamen Essen konnten die Gäste die fast fertigen Wohnungen besichtigen. „Es gibt bereits sehr viele Anfragen“, meinte Leiterin Jansing. Alle Unterkünfte, dazu gehören auch die 109 Einzel- und acht Doppelzimmer, sind zur Miete. „Die Preise sind aber noch in der Kalkulation“, sagte die Wildeshauserin. Wer Interesse an einer Wohnung habe, könne sich unter Telefon 0421/96036250 an die Bremer Immobilienfirma Vit wenden.

Mehr zum Thema:

Trump wendet sich vom Klimaschutz ab

Trump wendet sich vom Klimaschutz ab

Tim Wiese gibt Autogrammstunde in Apotheke

Tim Wiese gibt Autogrammstunde in Apotheke

Zyklon „Debbie“ verwüstet Australiens Küstenregion

Zyklon „Debbie“ verwüstet Australiens Küstenregion

New Model Army im Aladin

New Model Army im Aladin

Meistgelesene Artikel

Mammutverfahren geplatzt

Mammutverfahren geplatzt

Entenschlachterei am Westring fällt im Ausschuss durch

Entenschlachterei am Westring fällt im Ausschuss durch

Aldi rechnet mit Neubau an der Harpstedter Straße in 2018

Aldi rechnet mit Neubau an der Harpstedter Straße in 2018

Vater wird aus Sorge um kranke Tochter zum Betrüger

Vater wird aus Sorge um kranke Tochter zum Betrüger

Kommentare