Die ersten Gästeführer wurden 1996 von der Volkshochschule ausgebildet

Seit 25 Jahren in Wildeshausen aktiv

Sie und andere Gästeführer sind seit 25 Jahren in Wildeshausen unterwegs: Karola Müller, Frauke Peters, Ute Schwarting, Christa Plate, Eva Wessel, Ursula Klawonn, Kerstin Bruns, Heinz Witte, Claudia Olberding, Jakob Rauschenberger und Norbert Hellmann.
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Sie und andere Gästeführer sind seit 25 Jahren in Wildeshausen unterwegs: Karola Müller, Frauke Peters, Ute Schwarting, Christa Plate, Eva Wessel, Ursula Klawonn, Kerstin Bruns, Heinz Witte, Claudia Olberding, Jakob Rauschenberger und Norbert Hellmann.

Wildeshausen – Die Wildeshauser Gästeführer können in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiern, wenn die Corona-Pandemie es zulässt. „Wir haben nichts verlernt und freuen uns auf die Gäste“, so Ursula Klawonn in einer Pressemitteilung.

„An Halstuch und Krawatte sind sie zu erkennen“, so lautete der erste Zeitungsartikel, als 15 Frauen und drei Männer Ende Februar 1996 ihre Qualifikation zum Gästeführer erhielten, ausgebildet bei der VHS mit den Fachkräften aus Wildeshausen Peter Hahn, Gustav Roggemann, Gerlinde von Radetzky, Karlheinz Franke und Willi Blenski. Aktuell sind noch fünf Frauen von den ersten Gästeführern aktiv dabei.

Eine sehr wichtige Aufgabe erfüllt Claudia Olberding, die Leiterin der Tourist-Information im Verkehrsverein. Ebenfalls unverzichtbar für die Gästeführer war der langjährige Vorsitzende des Verkehrsvereins, Franz Kramer, dessen Nachfolge Gerold Ratz angetreten hat.

Auch nach der Ausbildung blieben die Gästeführer aktiv – und das bis heute. Sie gründeten einen Arbeitskreis, der sich regelmäßig trifft, besuchten Fortbildungen und entwickelten viele interessante Angebote. Dazu zählen neben klassischen Stadtbegehungen vor allem Kinderführungen, Brennereibesuche, Besichtigungen im Druckerei-Museum, Touren für Menschen mit Behinderungen, Exkursionen zur Megalithkultur und diverse Fahrradaktionen. Auch am Tag des offenen Denkmals sind die Gästeführer seit 1997 Jahr für Jahr ehrenamtlich aktiv, um Interessierten zum Beispiel die Alexanderkirche oder das historische Rathaus näher zu bringen.

Meisterbrief sehr beliebt

Als besonders beliebt stellte sich im Laufe der Jahre der Wildeshauser Meisterbrief heraus, der von der Gästeführergruppe entwickelt und 1997 erstmals für das erfolgreiche Ausüben alter Handwerksaktivitäten wie Schustern, Schießen mit der Armbrust und Töpfern im alten Rathaus ausgestellt wurde. Nicht minder erfolgreich ist bis heute der Gesellenbrief für Kinder, der drei Jahre später dazu kam.

Ein weiterer Publikumsrenner sind seit 2007 die Kostümführungen. So hat zum Beispiel Reinhard Drubel, der seit 2001 das Gästeführerteam verstärkte, zehn Jahre lang Nachtwächterführungen begleitet. Nach seinem Tod hat er in Jörg Reichel, der seit 2013 zum Team zählt, einen würdigen Nachfolger gefunden. Nicht minder beliebt ist die Lickenbergführung, bei der Karola Müller in das Kostüm der mittelalterlichen Bürgermeistergattinschlüpft. Seit 2014 begeistert zudem die Bier- und Schnapsgeschichtentour die Gäste, zunächst von Sabine Plate erarbeitet und geführt. Sie versorgte die Teilnehmer nicht nur mit allerlei Döntjes, sondern kehrte mit ihnen auch in Kneipen der historischen Innenstadt ein. Diese Tour wird seit 2019 von Heinz Witte fortgesetzt.

Ohnehin sorgen seit 2001 immer wieder neu ausgebildete Gästeführer für frischen Wind im Team. Momentan befinden sich zwei Frauen unter Corona-Bedingungen online in der Ausbildung.

Viele Seminare und Treffen der Gästeführer sind im vergangenen Vierteljahrhundert von der Oldenburgischen Landschaft organisiert worden. Deren Geschäftsführer Michael Brandt hatte die Wildeshauser vor 23 Jahren auf das Alleinstellungsmerkmal der archäologischen Geschichte aufmerksam gemacht, durch das Wildeshausen noch weiter an Strahlkraft gewinnen kann. „Nun endlich sollen mit der Umnutzung des alten Feuerwehrhauses als Urgeschichtliches Zentrum Taten folgen“, freuen sich die Gästeführer. „Die Besucherzahlen sprechen ohnehin eine deutliche Sprache, was die Attraktivität unserer Stadt angeht: Seit 1996 führten wir mehr als 5 000 Gruppen, insgesamt nahmen mehr als 92 000 Gäste an Angeboten des Verkehrsvereins teil.“  

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