DLRG qualifiziert pädagogische Fachkräfte zu Schwimmausbildern

„Seepferdchen für alle“

Die Schwimmausbilder der DLRG , Stefan Schnitger (l.) und Henning Höffner (r.), mit den Teilnehmern der Aktion „Seepferdchen für alle“ (von links) Bianca Ratermann, Vanessa Kühling, Jochen Wecker und Maren Windeler. Foto: DLRG

Wildeshausen – Erste Früchte trägt in Wildeshausen die bundesweite Aktion „Seepferdchen für alle“ der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und ihrem Kooperationspartner Nivea. Das teilte die DLRG mit. Ziel dieser gemeinsamen Initiative ist es, pädagogische Fachkräfte zum Ausbildungsassistenten Schwimmen zu qualifizieren. Diese Ausbildung befähigt dazu, mit Anfängern zu üben und die Seepferdchen-Prüfung abzunehmen. Bereits seit Jahren ist zu beobachten, dass die Schwimmfähigkeit von Kindern abnimmt, so die DLRG. Die Aktion „Seepferdchen für alle“ soll helfen, wieder mehr Kinder ans Wasser zu gewöhnen und ihnen das Schwimmen beizubringen.

„Nachdem wir Anfang des Jahres dazu aufgerufen haben, sich an der Aktion zu beteiligen, haben wir im Frühjahr mit sechs Personen den ersten von drei Ausbildungsschritten begonnen. Vier sind dabeigeblieben und haben ihr Rettungsschwimmabzeichen in Silber erfolgreich abgelegt“, berichtet Henning Höffner, Leiter Ausbildung der DLRG-Ortsgruppe Wildeshausen. Dieses Abzeichen, bestehend aus 16 Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis, ist Voraussetzung für die beiden letzten Lehrgänge in übergeordneten Schulungszentren. Vermittelt werden hier unter anderem spielerische Grundlagen der Wassergewöhnung und -bewältigung sowie Grundlagen der Bewegungslehre, Biomechanik und des Schwimmenlernens. Alle drei Lehrgänge sind für die Teilnehmer beziehungsweise dessen Arbeitgeber kostenlos.

„Als Erzieherin gehe ich regelmäßig mit Kinder zwischen vier und sechs Jahren schwimmen. Aber das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze hat mir persönlich nicht gereicht. Ich erhoffe mir viel von den weitergehenden Kursen“, sagt Maren Windeler. Die 30-Jährige ist Mitarbeiterin im Kindergarten Gut Spascher Sand in Wildeshausen und gehört zu den vier Teilnehmern.

Regelmäßig schwimmen mit ihren Schülern geht auch Bianca Ratermann (45) aus der Gemeinde Großenkneten. „Als Lehrerin an einer Förderschule in Vechta interessiert mich besonders, welche Möglichkeiten es gibt, Kindern mit geistiger Beeinträchtigung das Schwimmen beizubringen.“

Weil er als Jugendpfleger und Diakon auch mal eine Kanutour oder einen Tag am Meer anbieten möchte, will Jochen Wecker (55) aus Dötlingen nicht nur mehr Sicherheit bei der Schwimmaufsicht gewinnen, sondern auch zusätzlichen Kindern Aktivitäten am, im oder auf dem Wasser erschließen.

Mehr Möglichkeiten bei der Programmgestaltung mit den ihr anvertrauten Kindern erhofft sich auch Vanessa Kühling (22), Erzieherin in einer heilpädagogischen Tagesgruppe des Diakonischen Werkes: „Wir gehen zwar schon einmal wöchentlich schwimmen, aber mit einer fundierteren Rettungsschwimmer-Ausbildung kann man sich noch mehr zutrauen.“

„Der erste Lehrgang hier in Wildeshausen hat viel Spaß gemacht, und wir waren eine tolle Gruppe“, zieht Erzieherin Windeler Bilanz. „Wir wollen nach Möglichkeit versuchen, auch die beiden letzten Lehrgänge zusammen zu machen.“ Hierfür stehen den Teilnehmern verschiedene Termine zur Auswahl.

Interessierte für den nächsten Lehrgang können sich per E-Mail an leiter.ausbildung@wildeshausen.dlrg.de melden.

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