Gesundheitsamt kommt mit Datenerfassung nicht nach

Sechs Soldaten für Kontaktnachverfolgung im Landkreis Oldenburg

Sechs Soldaten helfen dem Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung. Landrat Christian Pundt (r.) informierte sich darüber.
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Sechs Soldaten helfen dem Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung. Landrat Christian Pundt (r.) informierte sich darüber.

Landkreis – Das Gesundheitsamt des Landkreises Oldenburg kann auf Unterstützung von der Bundeswehr bauen. Sechs Soldaten der Stabsfernmelde-Kompanie der 1. Panzerdivision Oldenburg sind jetzt im Kreishaus aktiv in der Kontaktnachverfolgung bei aktuellen Coronafällen.

„Wir sind sehr froh darüber, dass wir zusätzliche Hilfe bekommen. Die Soldaten haben gleich mit ihrer Arbeit begonnen“, zeigt sich Landrat Christian Pundt erfreut und fügt an: „Wenn alles gut läuft, werden wir ab nächstem Montag noch vier weitere Soldatinnen oder Soldaten im Kreishaus zur Unterstützung begrüßen können.“ Das, so der Landrat, sei mit Blick auf die steigenden Zahlen auch sehr wichtig. „Wir sind bei den entsprechenden Tätigkeiten am personellen Limit, eher schon darüber.“ Die Soldaten stehen der Kreisverwaltung zunächst bis zum 26. Januar zur Verfügung, eine Verlängerung bis Ende Februar scheint aber nach Angaben der Verwaltung möglich.

Aufgrund des rasanten Anstiegs von Neuinfektionen der vergangenen Tage kann die Kontaktnachverfolgung und -benachrichtigung der positiv getesteten Personen sowie deren Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt nicht mehr gewährleistet werden.

Landrat: Kontaktnachverfolgung ist gefährdet

„Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass wir die Kontaktnachverfolgung bei weiter steigenden Zahlen nicht aufrechterhalten können“, kündigt Pundt an.

Die Kreisverwaltung weist vor diesem Hintergrund auf die bestehende Absonderungsverordnung des Landes Niedersachsen hin, nach der sich positiv getestete Personen umgehend in häusliche Quarantäne begeben müssen, sowie ihre Kontaktpersonen selbst zu informieren haben – auch wenn noch keine Benachrichtigung durch das Gesundheitsamt erfolgt ist. Weitere Informationen hierzu finden sich im Internet auf der Homepage des Landkreises.

Zu beachten sind dabei die geänderten Quarantäne- und Isolations-Regelungen für Kontaktpersonen und Corona-Infizierte. Asymptomatische Kontaktpersonen, die über einen vollständigen Impfschutz durch die Auffrischungsimpfung (Booster) verfügen, sind von der Quarantäne ausgenommen – unabhängig von der Corona-Variante. Dies gilt auch für vollständig Geimpfte und frisch Genesene. Für alle übrigen Kontaktpersonen enden Isolation oder Quarantäne nach zehn Tagen. Diese Kontaktpersonen haben wiederum die Möglichkeit, sich nach sieben Tagen durch einen PCR-Test oder einen zertifizierten Antigen-Schnelltest freizutesten. Der diesbezügliche Negativ-Nachweis ist dem Gesundheitsamt vorzulegen.

Nach der neuen Regelung des Landes Niedersachsen endet des Weiteren die Pflicht zur Isolierung für Corona-Infizierte nach zehn Tagen. Für sie besteht die Möglichkeit, sich nach sieben Tagen freizutesten. Für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern ist ein PCR-Test verpflichtend. Zudem muss der Betroffene zuvor mindestens 48 Stunden symptomfrei sein. Der diesbezügliche Negativ-Nachweis ist dem Gesundheitsamt vorzulegen.

Gegenüber Dienstag wurden im Landkreis Oldenburg 154 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Somit gibt es dort aktuell 885 registrierte, mit dem Coronavirus infizierte Personen. In Quarantäne befinden sich derzeit im Kreisgebiet 926 Menschen. Bestimmbare Cluster finden sich derzeit bei Infektionen von Schülern sowie Kindern, die in Kindertageseinrichtungen sind (111 Fälle). Die übrigen Infektionen sind diffus verteilt. Im Landkreis Oldenburg gibt es aktuell 64 Fälle mit nachgewiesener Omikron-Infektion. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein. Die kumulative Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 467,8 auf 100.000 Einwohner.

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