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Schwieriges Jahr für die DLRG in Wildeshausen

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Von: Ove Bornholt

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Motiviert: Luisa Spille (5. von rechts) ist die neue Vorsitzende der DLRG-Jugend. Carsten Petermann (6. von links) vom Ortsverband gratulierte.
Motiviert: Luisa Spille (5. von rechts) ist die neue Vorsitzende der DLRG-Jugend. Carsten Petermann (6. von links) vom Ortsverband gratulierte. © DLRG

Nach einem schwierigen Jahr blickt die DLRG-Ortsgruppe Wildeshausen in die Zukunft: Das neue Schulungszentrum soll im dritten Quartal gebaut werden.

Wildeshausen – Kein einfaches Jahr liegt hinter der Ortsgruppe Wildeshausen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), heißt es in einer Pressemitteilung. Nicht nur mussten die Schwimmausbildung mehrmals pandemiebedingt abgebrochen sowie Wettkämpfe und Lehrgänge abgesagt werden, auch der Baubeginn für das Rettungs- und Schulungszentrum musste aufgrund der Kostenexplosion im Baugewerbe verschoben werden. Dennoch gab es einen Höhepunkt für die rund 300 Mitglieder: Ihr Durchhaltevermögen und Zusammenhalt wurden Anfang Dezember von der Beiersdorf AG mit dem 10 000 Euro dotierten Nivea-Preis 2021 belohnt (wir berichteten).

„Wir hoffen nun, dass wir mit dem Bau unseres Vereinsheims an der Böttcherstraße im dritten Quartal dieses Jahres beginnen können“, sagte der Vorsitzende Carsten Petermann während der Jahreshauptversammlung der DLRG im ehemaligen Feuerwehrhaus.

Luisa Spille ist die neue Vorsitzende der Jugend

Hoffnung setzt Petermann auch in den neuen Ortsjugendvorstand, der kürzlich gewählt wurde. Seit Jahren konnten erstmals wieder alle zehn Vorstandsposten besetzt werden. Mit Luisa Spille aus der Gemeinde Dötlingen sei eine hoch motivierte Ortsjugendvorsitzende gefunden worden. „Ich freue mich so richtig auf die Arbeit“, betonte die 18-Jährige, die die DLRG-Jugend in der kontaktlosen Pandemiezeit mit zahlreichen Online-Treffen, bei denen gespielt, gerätselt und geklönt wurde, bei der Stange hielt.

Darüber hinaus konnten im vergangenen Jahr immerhin noch das Familienschwimmen, eine Ferienpass-Aktion, eine Gruselwanderung und ein Winter-Biwak veranstaltet werden. „Mit 31 Aktionen, inklusive der Online-Treffen, konnten wir insgesamt 99 verschiedene Teilnehmer erreichen“, berichtete Spille den 37 Anwesenden.

Motiviertes Personal

Auch die Erwachsenen waren nicht untätig. Rund 2 500 Einsatz- und Wachdienststunden kamen im zweiten Corona-Jahr immerhin zusammen, wie Björn Barkemeyer, Leiter Einsatz, sagte. „Ich bin stolz und froh, dass wir so ein motiviertes Personal haben, das sich in den Dienst der Allgemeinheit stellt.“ Mit ins Einsatzteam kamen drei neue Strömungsretter. Weitere stünden in den Startlöchern.

In den verschiedenen Schwimmgruppen wurden 90 Teilnehmer gezählt. 38 Mal wurde das Rettungsschwimmabzeichen in Silber abgelegt, ging aus dem Rückblick von Henning Höffner, Leiter Ausbildung, hervor. Wettkämpfe fanden keine statt, dafür jedoch 22 Erste-Hilfe-Kurse mit insgesamt 146 Teilnehmern. Die Rettungsschwimmausbildung war durch das zeitweise gesperrte Springerbecken im Krandelbad erschwert.

Auch Ehrungen standen auf der Tagesordnung. „Leider habe ich keine Urkunden dabei“, bedauerte der DLRG-Bezirksvorsitzende Michael Lüken, der der Versammlung als Gast beiwohnte. Der Landesverband habe die Urkunden nicht rechtzeitig verschickt. Ehrennadeln dagegen waren vorrätig, die sich Cord Wachtendorf (25 Jahre) sowie Jörg Eichler und Sebastian Stahl (beide zehn Jahre) abholten. Nicht anwesend waren Stefan Brors und Lutz Ertelt (beide 25 Jahre). Petermanns Ausblick auf das bevorstehende Jahr: „Es wird ganz viel Arbeit auf uns zukommen.“

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