„Rien ne va plus“ startet Training für den Gildecup

Schwarzröcke kämpfen ums Präsidentenamt

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Ob mit Bobby-Car, Badeente, auf der Go-Kart-Bahn, beim Gildecup oder im Festzelt – die Mitglieder des Pfingstclubs „Rien ne va plus“ geben stets alles und noch mehr.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Einen harten Wettkampf lieferten sich am Sonnabend auf der Go-Kart-Bahn in Aumühle die Mitglieder des Pfingstclubs „Rien ne va plus“. „Es geht um eine hohe Würde“, erklärte der amtierende Pfingstclub-Präsident Jan Willers, der außer Konkurrenz mitfuhr. Schließlich hatte er den geheimen Treffpunkt und die Disziplin, in der sich seine Kollegen messen mussten, festgelegt. Nur so konnte er einigermaßen sicherstellen, dass der Wettkampf um die Nachfolge im Präsidentenamt mit rechten Dingen zuging.

„Eigentlich ist niemand von uns den wichtigen Aufgaben eines ‚Rien ne va plus‘-Präsidenten gewachsen“, gab Willers stellvertretend für den Pfingstclub lachend zu. Immerhin habe der Präsident – allerdings immer mit der Unterstützung verschiedener Fest- und Planungsausschüsse – über das ganze Jahr hin einiges zu organisieren. Bekannt ist der Pfingstclub für seine „Anfrackparty“, die stets in der Düngstruper Gaststätte Schönherr über die Bühne geht.

Die Männer, bei denen laut Clubnamen „nichts mehr geht“, lassen sich aber auch ihre jährliche „Klassenfahrt“ nicht nehmen. Zum „Familienfrühstück“ oder zum traditionellen Spargelessen am 1. Mai kommt dann sogar der Anhang mit.

Zuschauen durften Frauen und Kinder beim Go-Kart-Rennen natürlich auch. „Dieses Mal entscheidet bei unserem Präsidentschafts-Wettkampf wirklich das Können“, betonte Willers. Er selbst hatte die hohe Würde im vergangenen Jahr durch ein Entenwettschwimmen auf der Hunte erlangt.

„Auf der Go-Kart-Bahn geht es dann doch etwas sportlicher und aktiver zu“, meinte Willers, der außerdem schon lange nicht mehr dort gewesen war und sich während des „Ausflugs in alte Zeiten“ von der Bahn und den neuen Betreibern begeistert zeigte.

„Das ist hier heute der Start des harten Trainingscamps für den Gildecup“, betonte Willers. „Den werden wir nämlich dieses Jahr als die mit Abstand ältesten Teilnehmer gewinnen“, kündigte er selbstbewusst an. Immerhin habe „Rien ne va plus“ 2007 schon einmal den Titel geholt. Trainiert werde unter anderem beim Indoor-Cycling in der Auszeit und bei der 4. Herren des VfL Wildeshausen.

Zur Geschichte des Clubs: 1994 hatten die Freunde als 17- und 18-Jährige „Rien ne va plus“ gegründet. 2016 zählen sie nun 22 Mann zwischen 32 und 55 Jahren sowie einen Anwärter. Mittlerweile haben sie auch neben dem jährlich wechselnden Präsidenten noch einen hohen Würdenträger in ihren Reihen – nämlich König „Locke“ alias Sven Debicki. Wobei Willers den besonderen Posten des Kollegen aus der Königskompanie gerne etwas relativiert: „Ich war immerhin mal Kinder-Vizekönig“, stellte Willers klar.

Auf der Go-Kart-Bahn kämpften die Gildefreunde mit harten Bandagen. Präsident und König fuhren außer Konkurrenz – wobei zugegeben werden musste, dass „Locke“ auf der Rennbahn durchaus eine gute Figur machte. „Unser Favorit auf das Präsidentschaftsamt, Marcell Görke, hat leider durch schlechte Leistung enttäuscht“, stellte Willers fest.

Das Finale erreichten Andreas Wuttke, Woldemar Schilberg, Christian Herzog und Jens Debbeler. Letzterer fuhr den Sieg ein. So zahlte sich nun aus, dass seine Badeente im vergangenen Jahr schon hart auf der Hunte gekämpft hatte. Eigentlich war sie sogar die schnellste gewesen – doch da Willers gleich drei schnelle Enten in den Top 5 vorweisen konnte, waren Ruhm, Ehre und Arbeit ein Jahr lang ihm zuteil geworden.

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