In Wildeshausen lebt ein besonderes Tier in den Marschwiesen

Schwarzer Rehbock ist eine Rarität

Seltener Anblick: der schwarze Rehbock in den Marschwiesen Wildeshausen-Ost.
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Seltener Anblick: der schwarze Rehbock in den Marschwiesen Wildeshausen-Ost.

Wildeshausen – Rehböcke sind ein alltäglicher Anblick in der Morgen- oder Abenddämmerung im Landkreis Oldenburg. Doch im Bereich der Marschwiesen in Wildeshausen können Naturbeobachter einen ganz besonderen Rehbock antreffen, der unter Spaziergängern bereits einen kleinen Prominentenstatus hat. Es ist ein schwarz gefärbtes Tier, das im Revier Wildeshausen-Ost lebt.

Dort sind Karl-Wilhelm Jacobi und Jörg Kramer Jagdpächter, und sie kennen den Rehbock genau. „Er ist vor drei Jahren gesetzt worden“, sagt Kramer. Möglicherweise stamme er von einer schwarzen Ricke ab, die vor Jahren im Raum Mahlstedt gesichtet worden sei. Es sei schön, zu beobachten, wie er sich entwickle. „Zunächst war er ein Gabler, jetzt ist er ein Sechser“, so Kramer zum Geweih des Tieres. Er und Jacobi hätten den Rehbock gut im Blick, zumal er sehr zutraulich sei und man sich ihm manchmal bis auf wenige Meter nähern könne.

Die schwarze Färbung ist sehr selten

So weit die Jäger es zu beurteilen vermögen, hat es in diesem Gebiet noch kein schwarzes Rehwild gegeben. Diese Färbung ist sehr selten, kommt aber immer mal wieder vor. Möglicherweise hat der Bock schon einen schwarzen Nachfahren. Es wurde ein Jungtier gesichtet, das allerdings sehr scheu ist.

Es gibt Jäger, die sich wünschen, einmal einen schwarzen Bock zu erlegen. In einem Internetbeitrag heißt es: „Seit knapp vier Jahrzehnten bejage ich schwarzes Rehwild. Dabei konnte ich immer wieder beobachten, was für ein Wandel sich bereits in dieser relativ kurzen Zeit vollzogen hat. Mit seinem besonderen Mythos galt es zwar schon immer als besondere Rarität, doch die Zahl der Jäger, die den Wunsch hegen, einmal im Leben ,einen schwarzen Teufel‘ zu erlegen, ist stetig größer geworden. Selbst überzeugte Auslandsjäger streben mittlerweile danach.“

Der Rehbock genießt besonderen Schutz

Für Kramer und Jacobi ist es ausgeschlossen, dass sie den schwarzen Bock erlegen. „Den lassen wir laufen“, so Kramer. Ohnehin dürften in dem Gebiet nur wenige Böcke erlegt werden. Die größte Gefahr für das Tier sind somit der Autoverkehr, Hunde oder – wenn er im Bereich Wildeshausen sesshaft werden würde – der Wolf.

Doch was ist das Besondere an dem dunklen Fell? Die Farbvariante entsteht offenbar durch eine starke Vermehrung des schwarzen Farbpigments Melanin, weshalb diese Erscheinung als Melanismus bezeichnet wird. Die genauen Ursachen für die Farbmutation sind nicht bekannt.

Es kann viele Generationen dauern, bis ein weiterer Nachkomme mit einem schwarzen Fell geboren wird, denn die Nachfahren können auch normal gefärbt sein. Ungewöhnlich ist auch ein Rehbock, der in Wüsting (Gemeinde Hude) lebt. Er hat weißes Fell und ist ein Albino. Auch dort haben die Jäger beschlossen, dass er auf keinen Fall geschossen werden soll.  

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