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Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle „Donum Vitae“ will mehr Geld vom Kreis

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Von: Ove Bornholt

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Hier wird Schwangeren geholfen: Die Beratungsstelle befindet sich an der Wittekindstraße.
Hier wird Schwangeren geholfen: Die Beratungsstelle befindet sich an der Wittekindstraße. © bor

Die Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle „Donum Vitae“ in Wildeshausen will mehr Förderung. Künftig werden wohl mehr Migrantinnen beraten werden.

Wildeshausen – Die Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle „Donum Vitae“ an der Wittekindstraße in Wildeshausen braucht mehr Geld und hat eine Erhöhung der Förderung durch den Landkreis Oldenburg beantragt. Bisher erhielt die Einrichtung 15 000 Euro pro Jahr. Künftig sollen es 20 000 Euro sein. Die Kreisverwaltung befürwortet den Antrag. Die Politik wird sich am Dienstag, 15. Februar, ab 14.30 Uhr im Sozial- und Gesundheitsausschuss damit befassen.

Zur Begründung verweist die Vorsitzende des Trägervereins Christa Heimermann auf steigende Personalkosten. Diese lagen im Jahr 2017 noch bei knapp 61 000 Euro. Für dieses Jahr werden jedoch 77 000 Euro veranschlagt. Ein Grund dafür ist, dass das Land im Oktober 2019 die Dreiviertelstelle für die Beratung auf eine Vollzeitstelle aufgestockt hat. „Da die jährlichen Zuschüsse des Landes aber höchstens 80 Prozent unserer Gehalts- und Betriebskosten beinhalten, sind wir auf andere Zuschüsse und auf Spenden angewiesen. Auch die laufenden Kosten (Miete, Verwaltungs- und Betriebskosten usw.) steigen jedes Jahr“, heißt es im Schreiben Heimermanns an den Kreis.

Konkret fallen im Finanzierungsplan für dieses Jahr insgesamt Kosten in Höhe von knapp 94 000 Euro an. Das Land überweist mit 66 500 Euro den Löwenanteil. Von der Stadt Wildeshausen werden 2 000 Euro erwartet. 800 Euro werden durch Mitgliedsbeiträge bereitgestellt und rund 4 000 Euro Spenden erwartet.

„Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass unsere Beratungsstelle die einzige Schwangerenberatungsstelle in freier Trägerschaft im Landkreis Oldenburg ist und von hier die Vernetzungsarbeit mit anderen Beratungsstellen und die Teilnahme an verschiedenen Arbeitskreisen stattfindet“, wirbt Heimermann für mehr Unterstützung.

Beratungsbedarf für Migrantinnen steigt

In Zukunft rechnet der Verein mit mehr Nachfragen. „Für die kommenden Jahre erwarten wir eine gleichbleibende Anzahl an Klientinnen mit deutscher Nationalität. Der Beratungsbedarf von Frauen und Familien mit Migrationshintergrund wird wahrscheinlich steigen. Zusätzlich zum bestehenden Beratungsangebot halten wir es für dringend erforderlich, Präventionseinheiten für diesen Personenkreis und in Schulen und Jugendgruppen anzubieten“, schreibt sie weiter. „Um unsere vielfältigen, sich verändernden Beratungs- und Hilfsangebote für die Bewohnerinnen im Landkreis Oldenburg auch in den nächsten Jahren sicherzustellen, bitten wir, unserem Antrag wohlwollend zu entsprechen.“

Bei „Donum Vitae“ handelt es sich um einen kirchlichen Verein. Er berät zu Fragen der Schwangerschaft, aber auch Themen, die nach der Geburt wichtig sind, oder wenn ein Schwangerschaftsabbruch erwogen wird. Jede Hilfesuchende wird unabhängig von Konfession und Nationalität beraten. Durch qualifizierte Beratung und unterstützende Begleitung, die auch die Vermittlung finanzieller und anderer Hilfen einschließen kann, will „Donum Vitae“ der Mutter helfen, eine selbstverantwortete Entscheidung möglichst frei von wirtschaftlichen, sozialen, psychischen oder anderen Zwängen zu treffen.

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