Anwohner und SPD beharren auf Dunkelampel für die Harpstedter Straße

Schutz wichtiger als Querungszahlen

Querung in Höhe der Supermärkte: SPD und Anwohner wünschen sich die Installation einer neuen Signalanlage.
+
Querung in Höhe der Supermärkte: SPD und Anwohner wünschen sich die Installation einer neuen Signalanlage.

Wildeshausen – Ganz und gar nicht einverstanden sind einige Anwohner mit der Entscheidung, dass es vorerst keine weitere Dunkelampel an der Harpstedter Straße (Kreisstraße) in Höhe des Prinzessinnenweges in Wildeshausen geben soll. Wie berichtet, hatte der Landkreis Oldenburg die Querungszahlen als zu gering erachtet und es deshalb auch nicht genehmigt, dass die Stadt auf eigene Kosten eine Signalanlage installiert.

Sowohl die Stadtrats- als auch die Kreistagsfraktion der SPD hat sich am Freitag erneut hinter den Wunsch der Anwohner gestellt und mit Nachdruck angeregt, das Projekt noch einmal zu prüfen. Kreistagsmitglied Franz Duin betonte, dass die Kreisverwaltung zwar ein „sehr enges Korsett“ bei der Genehmigung von Ampeln habe. „Aber wir setzen uns für Kompromisslösungen ein. Es geht um die Schutzbedürftigkeit von Kindern und älteren Menschen, die wichtiger ist als Querungszahlen.“ Es müsse, so Duin, nicht nur um einen ungehinderten Verkehrsfluss gehen, sondern auch darum, dass Menschen, die nicht so mobil sind, problemlos über die Harpstedter Straße kommen.

Große Sorgen formuliert

Das sieht auch Andre Wernke-Schmiesing so. Der Anwohner des Ochsenbergweges betont, dass auf der Harpstedter Straße viele Fahrzeuge unterwegs sind. „Ein Kind ist nicht in der Lage, die Geschwindigkeit eines Autos abzuschätzen. Mein Kind fährt deshalb absichtlich auf der Gegenseite in die falsche Richtung, um zu uns zu kommen.“

Inga und Jan Suhling haben drei Kinder, die noch nicht zur Schule gehen. Sie wohnen an der Harpstedter Straße, und ihnen bereitet es nach eigenen Aussagen schon jetzt Kopfschmerzen, wenn sie daran denken, wie ihre Kinder später die Straße überqueren sollen. „Wir kommen ja selbst kaum rüber“, sagt das Ehepaar. Auch Sandra Röhrs, Anwohnerin am Ochsenbergweg und Mutter von drei Kindern, macht sich Sorgen und wäre beruhigter, wenn es eine Dunkelampel gäbe.

Marcus Helmjeoltmanns hat zwei kleine Kinder und wohnt ebenfalls am Ochsenbergweg. Er fährt täglich mit dem Fahrrad und muss nach eigenen Aussagen oft ganz schön lange warten, bis er gefahrlos über die Fahrbahn kommt.

SPD: Zahl der Fahrzeuge messen

Laut Matthias Kluck, SPD-Ratsherr, will die Stadtverwaltung das Thema noch einmal in die Diskussion bringen. „Wir wären dafür, wenn für eine Woche ein Display aufgestellt werden könnte, mit dem auch die Zahl der Fahrzeuge gemessen wird.“ Im Haushalt seien 25 000 Euro für eine neue Ampel eingestellt.

Duin sieht bei der Stadt ohnehin ein vorbildliches Verhalten, da schon viele Tempo-30-Zonen eingerichtet worden seien. „Wir wollen eine neue Ampel positiv begleiten“, so seine Ansage. In jedem Fall wolle sich seine Fraktion dafür stark machen, dass die Kreisverwaltung sich zugunsten der schwächeren Verkehrsteilnehmer einsetzt. Das sehen auch Christel Ziesler (SPD-Kreistagsmitglied) und Ulrich Becker (SPD-Stadtratsmitglied) so: „Man muss präventiv tätig werden. Wir hoffen auf ein Umdenken bei der Verkehrsbehörde.“  dr

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Mit Vaseline und gutem Gummi - so wird das Auto winterfit

Mit Vaseline und gutem Gummi - so wird das Auto winterfit

Jubel in Hoffenheim: Sieg gegen Roter Stern Belgrad

Jubel in Hoffenheim: Sieg gegen Roter Stern Belgrad

Leverkusen startet mit Rekordsieg gegen Nizza

Leverkusen startet mit Rekordsieg gegen Nizza

Welche Kanareninsel ist die richtige für mich?

Welche Kanareninsel ist die richtige für mich?

Meistgelesene Artikel

Maskenpflicht in Wildeshauser Innenstadt

Maskenpflicht in Wildeshauser Innenstadt

Maskenpflicht in Wildeshauser Innenstadt
Keine Haft für Griff in die Kreiskasse

Keine Haft für Griff in die Kreiskasse

Keine Haft für Griff in die Kreiskasse
Corona im Landkreis Oldenburg: 7-Tage-Inzidenzwert springt auf 84,8

Corona im Landkreis Oldenburg: 7-Tage-Inzidenzwert springt auf 84,8

Corona im Landkreis Oldenburg: 7-Tage-Inzidenzwert springt auf 84,8

Kommentare