Schnellschreiber der BBS ausgezeichnet

Schulz schafft den Hattrick

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Marco Schulz (sitzend) ist schnellster Schreiber der BBS. Charline Pliquett und Jakob Pritschmann (von links) gehören auch zum Spitzentrio. Hermann Petermann vom Förderverein überreichte die Präsente. Lehrerin Monika Wigger bereitete die Schüler vor.

Wildeshausen - Wenn Marco Schulz einen Text abtippt, staunt so mancher Beobachter: Der 23 Jahre alte Wildeshauser hat beim Bundesjugendschreiben zum dritten Mal in Folge das beste Ergebnis der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen erzielt.

Bei dem Wettbewerb geht es darum, zehn Minuten lang einen vorher unbekannten Text abzutippen. Am Donnerstag wurden die drei besten Schnellschreiber der BBS ausgezeichnet. 407 Anschläge pro Minute schaffte Schulz, der eine Ausbildung beim Krankenhaus Johanneum macht. Das bedeutet, der Kaufmann für Büromanagement drückt pro Sekunde knapp sieben Mal auf eine Taste. Und produziert dabei kaum Fehler. Sechs waren es beim Wettbewerb in diesem Jahr. Das reichte für den dritten Platz in Niedersachsen.

Und der Text über das Leben eines alten Fischers war nicht ohne: „Fischer Balthasar Ehret genießt einen Sommermorgen auf dem Altrhein. Das Fischen ist für ihn wie für die jungen Leute die Disco. Um zehn Uhr am Abend geht er die Netze auswerfen, und um halb vier in der Früh holt er sie wieder ein, erklärt Balthasar aus Weisweil am Oberrhein nördlich des Kaiserstuhls“, heißt es an einer Stelle. Diese 317 Zeichen (Großbuchstaben zählen doppelt wegen der Umschalttaste) schafft Schulz in weniger als einer Minute.

Auch der zweitplatzierte Jakob Pritschmann (18) aus Sandkrug muss sich nicht verstecken. Er brachte es auf 345 Anschläge pro Minute bei fünf Fehlern. Der junge Mann schließt bald seine zweijährige Berufsfachschule Kaufmännischer Assistent/Informationsverarbeitung ab und hat mit einem Freund eine eigene Firma für IT-Dienstleistungen gegründet. „GP-IT“ habe einen ersten Auftrag erhalten, erzählte er.

Charline Pliquett aus Langförden komplettiert das Trio. Die 22-Jährige hatte zwar deutlich weniger Anschläge als die beiden Männer drauf (283), machte allerdings nur einen Fehler. Pro Anschlag gibt es einen Punkt, und jeder Fehler kostet 100 Punkte. Die junge Frau ist im ersten Jahr der Berufsfachschule Kaufmännischer Assistent/Informationsverarbeitung. Sie will noch die Fachoberschule besuchen und etwas mit Medien studieren.

Schulz, Pritschmann und Pliquett erhielten eine Urkunde und ein Präsent vom Förderverein der BBS. „Sie haben sich Lebensarbeitszeit erarbeitet“, gab Schulleiter Gerhard Albers den dreien mit auf den Weg. „Einem bleibt die Spucke weg, wenn man sieht, was für Leistungen bei Ihnen herauskommen.“

bor

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