Überwältigender Erfolg der St.-Martins-Aktion der St.-Peter-Schule / Kinder sammelten 450 Euro in „Flammentäschchen“

60 Schultornister für Osteuropa

Die Kinder des Schülerrates halfen gestern beim Bepacken der Schultornister für Osteuropa.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Über eine überragende Resonanz nicht nur aus der eigenen Schule freut sich Brigitte Schmidt, Leiterin der St.-Peter-Schule in Wildeshausen. Innerhalb von einer Woche kamen knapp 60 Schulranzen zusammen, die an bedürftige Kinder in Osteuropa weitergegeben werden können.

Jedes Jahr bittet die Schule um eine St.-Martins-Spende. Im vergangenen Jahr profitierte die Kinderhilfe von dem Engagement von Eltern und Schülern. Diesmal wurde nicht nur Geld gesammelt – und das war eine sehr gute Idee. Offenbar haben viele Schüler zu Hause nutzlose Tornister herumliegen. „Der Trend geht zum Zweittornister“, so Schmidt. Es gebe Familien, in denen die Tasche nach zwei Jahren nicht mehr aktuell sei – zum Beispiel, weil die aufgedruckten Motive nicht mehr angesagt seien.

„Die kommen von Schwestern oder Brüdern“, sagen Nico, Elissa, Lea, Tom, Michel und Wiebke vom Schülerrat. Denn welches Mädchen würde schon den Tornister des älteren Bruders, welcher Junge den der älteren Schwester auftragen? So kamen die vielen Taschen zusammen, die schon heute gut bepackt von Brigitte Schmidt nach Westerstede gebracht werden. Dort befindet sich ein Lager der Aktion „Helfen macht Schule – Zukunft für Kinder“.

Selbst der Inhalt der Schultaschen besteht aus Spenden. „Wir haben Flammentäschchen gebastelt“, erzählt Schulsprecherin Elmira Heidenreich. „In die haben wir etwas von unserem Taschengeld gesteckt und in der Kirche im St.-Martins-Gottesdienst abgegeben“, ergänzt Schulsprecher Leonard Kröger. Die Summe, die so zusammenkam, ist imponierend: 180 Kinder spendeten insgesamt 450 Euro. Von diesem Geld konnte Brigitte Schmidt Tuschkästen, Blöcke und Mäppchen kaufen.

„Das Kaufhaus Schnittker hat uns einen sehr guten Preis gemacht, so dass wir 50 Sortimente besorgen konnten.“ Weil das für die 60 Tornister nicht reichte, haben die Schüler zusätzlich noch entbehrliche Kuscheltiere, Kleidungsstücke, Sanitärutensilien, Blöcke und Stifte mitgebracht. „Wir wollen ja helfen“, sagt Elmira Heidenreich. Das konnten die Schüler dann gestern noch mal tatkräftig. Sie bepackten die Schultornister unter Anleitung von Brigitte Schmidt, so dass alle Kinder gleichermaßen versorgt sind.

Weil die Aktion so toll gelaufen ist, wird Schmidt ihren Kombi heute voll packen. Und mit ein ganz bisschen Glück finden viele Kinder in Osteuropa schon zu Weihnachten tolle Geschenke aus Wildeshausen unter dem Weihnachtsbaum vor.

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