Kreis dämpft Erwartungen

Schultausch: Stadt hofft auf Votum vor der Sommerpause

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Eine Mehrheit des Rates stimmte dafür, einen Tausch zwischen Hunte- und St.-Peter-Schule zu beantragen.

Wildeshausen - Die Stadt Wildeshausen drückt aufs Tempo, um noch vor der Sommerpause ein positives Votum des Landkreises Oldenburg für einen Tausch der Liegenschaften Hunteschule und St.-Peter-Schule zu bekommen.

Bürgermeister Jens Kuraschinski kündigte an, dass am Mittwoch alle Schulausschussmitglieder über die Vorschläge zur Verbesserung des städtischen Angebotes informiert werden sollen, um diese eingehend beraten zu können.

Ziel ist es, am Donnerstag, 14. Juni, sowohl im öffentlichen Fachausschuss ab 16.30 Uhr als auch danach im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss ein Votum zu erreichen, das im Kreisausschuss des Landkreises am Montag, 18. Juni, sowie im Kreistag am Dienstag, 26. Juni, erörtert werden könnte.

Welche konkreten Vorschläge die Stadt unterbreiten wird, wollte Kuraschinski noch nicht sagen. Dem Vernehmen nach dürften aber Überlegungen eine Rolle spielen, auf dem Areal der St.-Peter-Schule Container aufzustellen.

Da es sich um eine Modifizierung des Ratsbeschlusses vom 5. Februar handeln wird, so der Bürgermeister, könne die Beschlussfassung schon im Verwaltungsausschuss erfolgen. Ein Votum des Rates abzuwarten, hätte zudem zur Folge gehabt, dass es zu spät für den Kreisausschuss gekommen wäre.

Eile notwendig?

Ob die Eile in der Sache etwas bringen wird, ist dennoch fraglich. „Es erscheint mir utopisch, dass eventuell am Donnerstag beschlossene Nachbesserungen vor der Sommerpause in die Beratung im Kreistag einfließen“, sagte Schulamtsleiter Maik Ehlers auf Nachfrage. „Erst einmal müsste sich der Fachausschuss des Kreises damit beschäftigen. Und wir müssten noch das Gespräch mit der Hunteschule, Förderschule Lernen, suchen.“

Seinen Einschätzungen zufolge kann möglicherweise direkt nach der Sommerpause eine Sitzung des Kreis-Schulausschusses angesetzt werden. Er wisse, dass die Containerlösung als Variante im Gespräch sei, aber derzeit sei es Sache der Stadt, sich damit zu befassen.

In öffentlicher Sitzung in Wildeshausen ist aller Voraussicht nach mit einer engagierten und kontroversen Diskussion zu rechnen. Einer Mitteilung zufolge wird sich die CDW gegen eine Nachbesserung des Angebotes aussprechen. Die Fraktion hatte sich von der CDU abgespalten, weil es tief greifende Meinungsverschiedenheiten zum Thema Schultausch gab. 

UWG will dreizügige Schule

Die UWG dürfte ebenfalls an ihrer Meinung festhalten, dass eine dreizügige Schule in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (StEM) gebaut werden soll. „Dort könnte die Holbeinschule hinziehen und bekäme eine optionale Erweiterungsmöglichkeit für eine Vierzügigkeit“, so Ratsherr Hermann Hitz. Er spricht sich dafür aus, dass die St.-Peter-Schule am alten Standort bleiben kann und mehr Platz erhält. Die weiteren Räume könnten dann von den Fünftklässlern der Realschule genutzt werden.

Marko Bahr von der FDP lehnt den Tauschvorschlag ebenso ab. „Der Bürgermeister und ein Teil des Rates haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Offenbar möchte man nochmals viel Geld in eine schlechte Lösung stecken, um partout recht zu behalten und doch noch Zustimmung auf Kreisebene für den Tauschvorschlag zu bekommen“, teilte er mit. 

Container wahrscheinliche Lösung

„Die wahrscheinlichste Lösung sind Container für die Fachunterrichtsräume, die bislang fehlen. Dass diese Variante eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung zulasten der Stadt bedeutet, muss wohl nicht erwähnt werden. Sollte die Förderschule also die kommenden Jahre noch bestehen, so wird dies ein recht großer Kostenfaktor, welchen wir sinnvollerweise besser in einen Umbau oder Neubau investieren könnten. Wir hoffen nur, dass die Kreistagsabgeordneten weitsichtiger sind als der Bürgermeister sowie Teile des Rates und sich auf diesen Unsinn nicht einlassen.“

In der Ratssitzung im Februar hatten Grüne/Piraten und SPD geschlossen für einen Schultausch gestimmt. Die Linkspartei und Teile der CDU votierten ebenso dafür.

Vorherrschende Meinung war damals, dass die Stadt sich keinen teuren Neubau leisten könne. Der Umbau der Hunteschulliegenschaft sei mach- und finanzierbar. Dort könnte dann die zweizügige St.-Peter-Schule einziehen. Der fraktionslose Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff tritt seit Jahren für den Neubau einer Grundschule in der StEM ein.

dr

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