Städtische Gremien nicht informiert

Schule zu vermieten: Ratsherr kritisiert Verwaltung

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Steht bald leer: das Gebäude der Integrierten Gesamtschule Gut Spascher Sand. Foto: stritter

Wildeshausen – Mit großer Verwunderung hat der fraktionslose Wildeshauser Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff auf unseren Bericht über das ab August zur Vermietung stehende Schulgebäude an der Dr.-Pickart-Straße reagiert und einen Antrag an den Stadtrat formuliert.

Er möchte wissen, seit wann die Stadtverwaltung von der Aufgabe des Schulstandortes der Integrierten Gesamtschule Gut Spascher Sand weiß und warum die städtischen Gremien nicht davon informiert wurden. Temming-Hanhoff fragt zudem, ob es Möglichkeiten gibt, die Liegenschaft zu erwerben oder anderweitig zu nutzen und ob dafür ein Wirtschaftlichkeitsvergleich existiert.

Beratung in den Gremien?

„Wann ist mit einer Vorstellung und Beratung des Sachverhalts in den Gremien zu rechnen?“, möchte der Ratsherr wissen.

Auf Anfrage unserer Zeitung hatte Thomas Eilers als Vertreter des Bürgermeisters davon berichtet, dass Vertreter der Stadt die Immobilie besichtigt hätten. Es sei dabei aber nur darum gegangen, sich einen Überblick zu verschaffen. An eine Nutzung der Schule durch die Stadt sei aktuell nicht gedacht.

„Eigenartiges Eigenleben der Verwaltung“

Temming-Hanhoff beklagt ein „eigenartiges Eigenleben der Verwaltung, für die der Rat als Entscheidungsträger völlig überflüssig ist“. Das macht er auch an einer Anfrage zum Arbeitskreis Schule fest, die er im April formuliert hatte. Auf seine Frage, ob sich der Arbeitskreis, wie im November angekündigt, getroffen habe, wurde ihm von Eilers geantwortet, dass die Arbeitsgruppe Schultausch auf operativer Ebene die Umsetzung der Schultauschbeschlusslage realisiere. „Aus diesem Grunde sind Ratsmitglieder nicht vertreten“, hieß es. Es sollten dort mit den Fachleuten Detailfragen in Verbindung mit der Ausgestaltung der Raumplanung und der Vorbereitung des Umzuges sowohl der St.-Peter-Schule als auch der Hunteschule geklärt werden. „Die operative Ebene ist jedoch die Entscheidungsebene, die dem Rat vorbehalten ist“, entgegnet Temming Hanhoff. Der Rat, nicht die Verwaltung, ist abschließend für die Ausgestaltung der Baumaßnahmen zuständig.“    dr

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