Ausschuss berät über Anbau an Wallschule / Eine Million Euro im Haushalt

Schule platzt aus allen Nähten: Drei neue Klassenräume ?

Der mit Rot markierte Bereich zeigt den möglichen Anbau mit drei Klassenräumen.

Wildeshausen - Die Wildeshauser Wallschule ist bekanntlich vierzügig. Sie wird aber schon seit längerer Zeit fünfzügig gefahren, was den Verantwortlichen einige Probleme und Kopfschmerzen bereitet. Denn die Schule leidet akut unter Raummangel, platzt fast aus allen Nähten. Nicht umsonst mussten Räume schon in Containern eingerichtet werden.

Genau mit diesen Problemen beschäftigt sich der städtische Ausschuss für Schulangelegenheiten während seiner Sitzung am Donnerstag, 7. April, ab 18.15 Uhr im Stadthaus. Dabei geht es um einen eingeschossigen Anbau an das Schulgebäude. Im Haushalt 2016/2017 wurde für diese Erweiterung ein Investitionsvolumen von insgesamt einer Million Euro zur Verfügung gestellt.

Während der Sitzung wird den Politikern die mit der Schulleitung und dem Planungsbüro Rolwes-Hauth-Jacobi erarbeitete Planung für eine zweckmäßige Raumaufteilung im Anbau vorgestellt. „Neben der Erweiterung fallen auch Kosten für die Herrichtung der Zuwegung und die Wiederherstellung des Schulhofes an“, schreibt die Verwaltung. Diese Maßnahmen sind im Projektvolumen enthalten.

Vorgesehen ist, dass drei Klassenräume mit jeweils gut 60 Quadratmetern Grundfläche errichtet werden. Hinzu kommen ein Gruppen- und Therapieraum (36 Quadratmeter) sowie ein Flur (60 Quadratmeter). Außerdem soll ein bereits bestehender Raum umgebaut werden.

„Es ist dringend nötig, dass etwas unternommen wird. Die Platznot ist kaum noch zu ertragen“, hat Schulleiterin Roswitha Remmert schon mehrfach betont.“

Das sieht auch die Stadtverwaltung so, die in dem Erweiterungsbau eine gute Möglichkeit sieht, dieses akute Problem in den Griff zu bekommen. Auch mit Blick auf die Inklusion. Zumal eine komplett neue Schule im Westen der Stadt, die von einigen Politikern mehrfach ins Auge gefasst wurden, auf absehbarere nicht zu realisieren sein dürfte.

Beschäftigen muss sich der Ausschuss zudem mit der Entwicklung der Inklusion an den Schulen in der Kreisstadt. Laut Verwaltung wurde auch in diesem Jahr Kontakt zu allen Bildungseinrichtungen und Kindertagesstätten aufgenommen, um potenzielle Schüler zu erfragen, die künftig im Rahmen der Inklusion Regelschulen besuchen könnten beziehungsweise schon besuchen. Dabei habe sich herausgestellt, dass ab dem Schuljahr 2016/17 im Primarbereich Kinder aus fast allen Förderschwerpunkten vertreten sein werden. Im Wesentlichen handelt es sich um die Schwerpunkte Lernen, Sprache und Emotionale/Soziale Entwicklung. Im Sekundarbereich I werden im kommenden Schuljahr hauptsächlich Lernen und Emotionale/Soziale Entwicklung vertreten sein.

„Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine kurzfristigen außerordentlichen Maßnahmen im Rahmen der inklusiven Beschulung zu ergreifen. Kleine Maßnahmen werden bei Bedarf im Rahmen der Mittel des Gebäude- und Liegenschaftsmanagements ausgeführt“, schreibt die Verwaltung. So seien in den vergangenen Jahren zum Beispiel akustikverbessernde Maßnahmen in verschiedenen Klassenräumen durchgeführt oder auch Hilfsmittel zur Visualisierung von Unterrichtsinhalten angeschafft worden. „In diesem Jahr ist zudem der Einbau von Plattformliften im Gebäude der Realschule vorgesehen, um dort einen barrierefreien Zugang zum naturwissenschaftlichen Trakt gewährleisten zu können“, teilt die Verwaltung mit. Zudem werde mit dem geplanten Erweiterungsbau an der Wallschule der Inklusion ebenfalls deutlich Rechnung getragen.

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