Schulausschuss billigt Pläne zur Umstrukturierung / Künftig Kopplung an TVöD

Höhere Zuschüsse für die Musikschule

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Die Musikschule möchte sich noch stärker am ganz jungen musikalischen Nachwuchs ausrichten.

Landkreis/Wildeshausen - Von Karsten Tenbrink. Die Musikschule des Landkreises Oldenburg in Wildeshausen soll ab August mehr Geld bekommen: Der Schulausschuss hat sich am Dienstag dafür ausgesprochen, den jährlichen Zuschuss um 30000 Euro zu erhöhen. Künftig soll es außerdem eine automatische Anpassung in Abhängigkeit zur Entwicklung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) geben.

Hintergrund der Aufstockung sind geplante Umstrukturierungen innerhalb der Musikschule. Zum einen will sich die Einrichtung nämlich an die veränderten Rahmenbedingungen hinsichtlich ihrer Klientel anpassen, zum anderen soll beim Personal finanziell nachgebessert werden. Die dafür insgesamt kalkulierten Mehrkosten belaufen sich auf 31140 Euro.

Die geplanten Änderungen sind bei mehreren Arbeitstreffen entwickelt worden. Grundlage bildete ein Papier, in dem der Leiter der Musikschule, Rafael Jung, die Herausforderungen für die künftige Arbeit der Musikschule zusammengefasst hatte. Erster Knackpunkt: die Klientel. Nicht nur, dass es durch den demografischen Wandel immer weniger Kinder gibt. Die vorhandenen würden auch immer länger in Kindertagesstätten und Schulen betreut, so dass für den Besuch der Musikschule kaum noch Zeit bliebe. Getreu der Redensart „Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet eben zum Berg kommen“ soll deshalb die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Grundschulen verstärkt werden. Bei den Kitas soll die Zahl der Kurse von derzeit zehn auf 15 ausgebaut werden. Gleichzeitig sollen die Kosten für ein solches Angebot für die Einrichtungen von bisher 1320 auf 800 Euro pro Jahr reduziert werden. Allein dieses Vorhaben macht fast ein Drittel der nun veranschlagten Mehrkosten aus. Die Zahl der Kurse an Grundschulen soll von derzeit vier auf acht verdoppelt werden.

Das Personal der Musikschule – sowohl Honorar-Kräfte als auch Festangestellte – soll ab September außerdem von der Gehaltserhöhung von 2,4 Prozent profitieren, die für Mitarbeiter innerhalb des TVöD bereits seit März gilt. Und auch künftig die Gehälter der Angestellten an die Abschlüsse im TVöD angekoppelt werden, sodass die regelmäßigen Gehaltssteigerungen auch für sie gelten. Hinzu kommt, dass Honorarkräfte auch für ihre Vor- und Nachbereitung besser vergütet und einige künftig fest angestellt werden sollen.

Bislang bekam die Musikschule einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 460000 Euro. „Und dieser Betrag ist seit mehr als zehn Jahren stabil geblieben“, erläuterte Landrat Carsten Harings den Mitgliedern des Schulausschusses. Es grenze schon an ein kleines Wunder, dass der Leiter der Musikschule mit diesem konstanten Budget ausgekommen ist, während die allgemeinen Kostensteigerungen ansonsten überall spürbar gewesen seien, so Harings. Insofern sei die nun angestrebte Steigerung um 6,5 Prozent absolut vertretbar. Die Ausschussmitglieder sahen das offenbar genauso und sprachen sich einstimmig für die Anpassung des Vertrags aus.

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