Erweitertes Angebot

Hunteschule: Anbau könnte größer ausfallen

Skizze für den erweiterten Anbau an die Sporthalle.

Wildeshausen - Zieht die Hunteschule, Förderschule Lernen, in die Liegenschaften der St.-Peter-Schule oder bleibt sie am bisherigen Standort an der Heemstraße in Wildeshausen? Diese Frage wird voraussichtlich erst Ende des Jahres beantwortet werden. Wie berichtet, hatte der Verwaltungsausschuss der Stadt Wildeshausen das Angebot an den Landkreis nachgebessert. Am 14. Juni beschloss das Gremium (nach vorher anders lautendem Votum im Schulausschuss), zusätzliche Facharbeitsräume für Werken, Naturwissenschaft sowie Hauswirtschaft zur Verfügung zu stellen. Dies ist nur möglich, wenn an die Sporthalle ein Anbau gesetzt wird, dessen Kosten mit mindestens 650.000 Euro beziffert werden.

Dieses Angebot wurde dem Vernehmen nach in einer späteren Verwaltungsausschusssitzung auf Wunsch des Landkreises Oldenburg noch einmal erweitert. So legte die Verwaltung dort eine Skizze vor, die einen Anbau von rund 480 Quadratmetern zeigt, der zusätzlich noch eine Kantine berücksichtigt. Das Kostenvolumen wurde in der Sitzung mit mindestens 850.000 Euro beziffert. Mit der kompletten Einrichtung der Räume könnte sich der Anbaupreis dann schnell auf eine Million Euro summieren.

Dass dieses neue Konzept vorliegt, wurde von Kämmerer Thomas Eilers bestätigt. Für politische Gegner des Umzugs der St.-Peter-Schule, wie beispielsweise Stefan Brors (CDW), stellt sich jetzt die Frage, ob dann nicht die Grundschule die neuen Räume nutzen könnte. „Wenn das Gebäude etwas anders zugeschnitten würde, wäre Platz für vier Klassen- und zwei Gruppenräume“, betonte er. 

Man könne sich somit den Umzug der Hunteschule sparen. Der Erwerb und Umbau würde die Stadt nämlich mehr als zwei Millionen Euro kosten. „Und die Folgekosten eines neuen Verkehrskonzeptes an der Heemstraße sind in diese Summe noch gar nicht eingerechnet“, erklärte CDW-Fraktionsvorsitzender Stephan Rollié auf Nachfrage.

Der Schulausschuss berät über die Zukunft

Die Zukunftsperspektive der Wildeshauser Schulen ist am Mittwoch auch Thema im Schulausschuss ab 18.15 Uhr im Stadthaus.

Der fraktionslose Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff hat beantragt, alte Ratsbeschlüsse aufzuheben, die den Tausch der Schulen vorsehen. Seiner Ansicht nach, hat sich die Sach- und Rechtslage unter anderem geändert, weil der Landkreis Oldenburg die Hunteschule bis zum Jahr 2028 weiterführen will. Deshalb möchte Temming-Hanhoff erreichen, dass die vorbereitende Planung und Realisierung eines Schulneubaus im neuen Baugebiet veranlasst wird. 

Nach Einschätzung der Stadtverwaltung wäre jedoch erst die Ablehnung einer Rückübertragung der Liegenschaft Hunteschule durch den Landkreis eine neue Sach- und Rechtslage, die ein Aufheben alter Ratsbeschlüsse erforderlich machen würde. 

dr

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