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Schüler werten Lohmühlenbach bei Wildeshausen ökologisch auf

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Von: Ove Bornholt

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Ökologisch aufgewertet: Der Lohmühlenbach auf Höhe des Hauses Nummer 11.
Ökologisch aufgewertet: Der Lohmühlenbach auf Höhe des Hauses Nummer 11. © bor

Totholz-Strömungslenker und Kies haben Schüler von drei Wildeshauser Schulen in den Lohmühlenbach eingebaut. Damit wird das Gewässer ökologisch aufgewertet.

Lohmühle – In Sichtweite der jahrhundertealten Mühle am Lohmühlenbach sind seit den Sommerferien immer donnerstagnachmittags junge Naturschützer im Einsatz. Die Schüler der Gewässer-Arbeitsgemeinschaft haben Strömungslenker und Kies eingebaut. Wie viele andere Flüsse ist der Lohmühlenbach in der Vergangenheit zu stark begradigt worden. Auf Höhe des Hauses Nummer 11 in Lohmühle verlief er deutlich zu breit und war auch zu schmal. Deshalb haben die Jugendlichen ordentlich gewühlt. Alleine neun Tonnen Kies sind dabei mittlerweile verbaut worden.

Für das Material, aber auch für Ausrüstung wie Wat-Hosen hat die „Gebietskooperation Hunte“ knapp 2 000 Euro zur Verfügung gestellt. Zu der Organisation gehören unter anderem die Hunte-Wasseracht, der Landkreis Oldenburg und der Landesfischereiverband.

Arbeit geht bis Ende Januar weiter

Der Naturschutzbeauftragte des Fischereivereins Wildeshausen, Ralf Siemer, und Gewässerkoordinator Ralf Meyer von der Hunte-Wasseracht haben die jungen Naturschützer bei ihrer Arbeit angeleitet und unterstützt. So auch an diesem Donnerstagnachmittag. Acht Jugendliche der Haupt- und der Realschule sowie der Hunteschule hatten sich nicht vom kalten Novemberwind abschrecken lassen und an ihrem Abschnitt des Lohmühlenbachs gearbeitet.

Die Mühe scheint sich zu lohnen. Bereits nach wenigen Wochen konnten positive Effekte durch die Einbauten des Totholzes als Strömungslenker und der Kiesbänke beobachtet werden, so Meyer. Noch bis Ende Januar werden die Schüler weiter an ihrem Projekt arbeiten.

Doch an diesem Donnerstag hatten sie besonderen Besuch. Bernhard Landwehr vom Fischereiverein Essen (Oldenburg) vermittelte den Schülern nützliches Wissen über die Tiere, die am und im Gewässer leben. Dazu hatte er ein Infomobil mitgebracht.

Die Gewässerschutz-AG gibt es mittlerweile seit zwölf Jahren. „Die Bevölkerung ist meistens sehr offen für unsere Aktionen“, lobte Siemer. Auch in diesem Fall sei die Kooperation mit dem Eigentümer des Grundstücks gut gelaufen. Die Zusammenarbeit zwischen der AG, dem Fischereiverein und der Gewässerallianz Niedersachsen soll in jedem Fall fortgeführt werden.

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