Raketen bauen mit Praktikanten

Schüler unterstützen das DRK-Mehrgenerationenhaus

Die Leiterin des Mehrgenerationenhauses Sandra Scholz (Siebte von links) freut sich über die Unterstützung der Praktikanten. Das Basteln der Plakate hat den Kindern besonders gut gefallen. - Foto: Petzold

Wildeshausen - Von Phillip Petzold. Hausaufgaben mit Kindern, Gymnastik mit Senioren, Integrationshilfe für Migranten – das Mehrgenerationenhaus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Wildeshausen lebt von ehrenamtlicher Arbeit. Unterstützt werden die Freiwilligen regelmäßig von Praktikanten aller Schulformen. Derzeit sind fünf davon an der Bahnhofstraße im Einsatz.

„Wir wollen auch noch eine Rakete bauen“, kündigte Jana an. Der Flugkörper soll das Projekt mit dem Titel „Weltall“ abschließen, das sie mit den Kindern im Mehrgenerationenhaus erarbeitet hat. Die 17-jährige Schülerin der Fachoberschule Gesundheit und Soziales absolviert mit ihrer Mitschülerin Katharina ein halbjähriges Praktikum im Mehrgenerationenhaus. Zwei Tage in der Woche gehen die Wildeshauserinnen zur Schule, drei Tage helfen sie kräftig beim DRK mit. Dort schnupperten sie auch in die Betreuung der älteren Besucher hinein. Mit überraschenden Erkenntnissen: „Die Seniorengymnastik war wirklich anstrengend“, fand Katharina. Zu den Aufgaben der Schülerinnen gehören auch die Zubereitung und Ausgabe des Mittagessens.

„Die bekommen hier eine Menge Hintergrundwissen“, meinte Sandra Scholz, Leiterin des Hauses. „Aber es ist natürlich auch eine Herausforderung.“ Sowohl die Praktikanten als auch die Kinder würden etwas lernen. Denen hat besonders das Basteln, Backen und Spielen mit den Mädchen gefallen. Ein Highlight steht noch aus: Zum Abschluss ihrer Zeit geht es mit den Kindern ins Universum nach Bremen und ins Klimahaus in Bremerhaven.

Neben den beiden Oberschülerinnen sind derzeit auch Wildeshauser Gymnasiasten im Mehrgenerationenhaus unterwegs. Die Achtklässler kommen einmal in der Woche für etwa eineinhalb Stunden, um sich mit den Kindern zu beschäftigen. Anlass dafür ist das Projekt „Lernen durch Engagement“ im Religionsunterricht. „Wir mussten uns selber darum kümmern, eine Stelle zu bekommen“, berichtete der 15-Jährige Dirk. Dafür wurden die Schüler im Unterricht vorbereitet, haben unter anderem Bewerbungsgespräche geübt. „Ich wollte gerne mit Kindern arbeiten“, erläuterte Dirk seine Entscheidung für das Mehrgenerationenhaus. „Ich würde es jedem empfehlen“, meinte David. „Man lernt viel im Umgang mit Kindern.“ Für die drei Jungs und zwei Mädchen ist ihre Zeit an der Bahnhofstraße bald vorbei.

Ursprünglich wollte Scholz nur einen Praktikanten einstellen, freut sich aber, dass sie allen fünfen zugesagt hat. „Ich würde es wieder machen“, so Scholz. „Es sind sehr gute und engagierte Jungs und Mädels.

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