Schüler tüfteln und programmieren, um verschiedene Aufgaben zu bewältigen

Roboter-Wettkampf in der Realschule

+
Der „Linien folgen”- Wettstreit.

Wildeshausen - Von Christin Rollié. „Mjoelnir” gegen „Puma” oder „Roberto” gegen „Gollum”. So hießen unter anderem die Duelle im Rahmen des „InTech-Cups“ am Sonnabend in der Wildeshauser Realschule. An dem Roboter-Wettkampf beteiligten sich 150 Schüler aus der Region.

„InTech“ ist die Abkürzung für Informatik mit technischen Aspekten und steht für ein ausgelaufenes Modellprojekt des niedersächsischen Kultusministeriums. Der durch das Projekt ins Leben gerufene Roboterwettbewerb wird seitdem von der Uni Oldenburg weitergeführt und gilt als regionaler Einstiegswettbewerb.

„Wir möchten, dass die Kinder und Jugendlichen Informatik verstehen und ihnen Interesse an Technik vermitteln“, so Stefan Moll, Hauptorganisator von der Uni. „Wichtig ist es, die technische Bildung an Schulen zu stärken.“

Der Wettkampf-Parcours bestand aus drei Disziplinen. Die Herausforderung der ersten Disziplin, genannt „Linien folgen”, bestand darin, den Roboter ausgerüstet mit ein oder zwei Sensoren so zu programmieren, dass er einer schwarzen Linie folgt. Roboter „Kevin” hatte dabei Probleme, doch er wurde von Sebastian Tönjes vor dem Absturz gerettet. Tönjes ist Technik-Lehrer der Realschule Wildeshausen und erklärte: „Die Lichtverhältnisse sind extrem wichtig bei dieser Aufgabe. Die Roboter reagieren auf Sonneneinstrahlung.“

Die zweite und wahrscheinlich schwierigste Disziplin war die „Holzablage”, bei der der Roboter entscheiden musste, ob er einen oder zwei Holzblöcke in ein ihm vorgegebenes Feld ablegen muss.

Disziplin Drei war das Duell „Papierhaschen”. Zwei Teams und ihre Roboter standen sich gegenüber und versuchten möglichst schnell, ein Stück Papier auf einem schmalen Brett zu erwischen.

„Unser ‚Roberto‘ startet in zwei Disziplinen“, erzählte Jakob Poppe aus dem Team „Roberta“ der Realschule. „Wir sind zu dritt und haben auch ein Mädchen dabei”, so Jakob.

In allen drei Disziplinen wurde der noch namenlose Roboter des einzigen Mädchen-Teams „Cougar” von ihrem Lehrer gemeldet. Laura Rapp, Sophie Stüve und Anna Krug vom Gymnasium Damme arbeiten gerne im Team. „Wir programmieren und designen den Roboter zusammen”, berichtete Anna. „An sich ist es ganz schön, das einzige reine Mädchen-Team zu sein. Wir haben keinen Zickenkrieg”, ergänzte sie dann noch.

Bei nur einer Disziplin startete Roboter „G5”. Er wurde mit Hilfe von Jonas Alterbaum, Schüler der zehnten Klasse der Realschule Wildeshausen, erbaut. Seine Teammitglieder waren Lukas-Mario Kotsamidis (neun Jahre) und Hinrich Wilkens (zehn Jahre). Lukas-Mario und Hinrich waren die jüngsten Teilnehmer und gehen noch auf die St.-Peter-Grundschule. Stolz und Begeisterung stand den beiden ins Gesicht geschrieben, als sie erzählten, dass sie an der Grundschul-AG teilnehmen durften, die von der Realschule initiiert wurde.

Robotertrainerin und eine der Hauptorganisatoren war Anke Schneider. Sie unterrichtet Informatik an der Realschule und ist für die fortgeschrittenen Roboterbauer verantwortlich.

Mit viel Engagement erklärte sie geduldig die unterschiedlichen Disziplinen, Teamzusammensetzungen und Herausforderungen. „Die Kinder haben viel Arbeit in der AG aber auch an Wochenenden gehabt, um die Roboter wettbewerbsfähig zu machen. Die Laptops werden von der Realschule gestellt”, so Schneider.

Peter Manschke, Informatiklehrer des Gymnasiums Wildeshausen, war als Coach des Teams „The cake is a lie” das erste Mal beim „InTech-Cup“ dabei. „Wir haben mit einer Programmier-AG angefangen. Das ist schon toll, was hier auf die Beine gestellt wird und wie die Parcours-Stationen vorbereitet werden, damit man nicht schon vorher sieht, wie die Aufgabenstellung ist“, sagte er.

Gelohnt hatte sich dann auch die Feinabstimmung, denn „The cake is a lie” entschied den „Holzablage”- Wettstreit für sich und belegte in der Gesamtwertung den zweiten Platz. Voller Stolz konnten Julius Arkenberg, Maximilian Grohe und Maik Ehemann ihrer Schule den Preis in Form eines „Mindstorm-Baukasten” für den Bau des nächsten Roboter's zur Verfügung stellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Alpaka-Nachwuchs in Rethem

Alpaka-Nachwuchs in Rethem

Tourbus unter dem Hammer: Reisen wie einst die Kelly Family

Tourbus unter dem Hammer: Reisen wie einst die Kelly Family

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

„Lenna” im Kurpark

„Lenna” im Kurpark

Meistgelesene Artikel

Motorradfahrer verliert bei riskantem Überholmanöver auf der A1 Kontrolle 

Motorradfahrer verliert bei riskantem Überholmanöver auf der A1 Kontrolle 

18-Jähriger im Alfsee bei Bramsche ertrunken

18-Jähriger im Alfsee bei Bramsche ertrunken

Ein Kneipenviertel am Stellmacherplatz?

Ein Kneipenviertel am Stellmacherplatz?

„Schekhan-Markt“ eröffnet neuen Verkaufsraum mit breiterem Angebot

„Schekhan-Markt“ eröffnet neuen Verkaufsraum mit breiterem Angebot

Kommentare