Schüler sammeln Eindrücke über Polen

„Polenmobil“ ist für zwei Tage am Wildeshauser Gymnasium

Pawel Gorßczynski (5.v.r.) bringt den Wildeshauser Gymnasiasten sein Heimatland Polen näher.
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Pawel Gorßczynski (5.v.r.) bringt den Wildeshauser Gymnasiasten sein Heimatland Polen näher.

Wildeshausen – Fußballstar Robert Lewandowski stammt aus Polen. Lukas Podolski auch. Das wussten die Gymnasiasten der Geschichtsleistungskurse aus Wildeshausen selbstverständlich. Auch die Youtuberin Dagi Bee konnten einige Schüler aus dem 13. Jahrgang noch dem östlichen Nachbarn Deutschlands zuordnen.

Mark Foster und die Nobelpreisträgerin Marie Curie hatten sie allerdings nicht auf dem Zettel. „Curie wurde als Maria Salomea Sklodowska geboren. Weil Frauen damals nur in Frankreich studieren durften, ist sie nach Paris ausgewandert“, erklärte Pawel Gorßczynski. Gemeinsam mit Barbara Kaczocha brachte er den Oberstufenschülern am Dienstag im Forum des Wildeshauser Gymnasiums sein Heimatland Polen näher. Mit dem „Polenmobil“ macht das Duo vom Deutschen Polen-Institut derzeit Station in der Kreisstadt.

Gemeinsamer Dialog und Diskussionen

In insgesamt drei Stunden führten die beiden die Gymnasiasten in entspannter Atmosphäre in Landeskunde, Geschichte, Kultur und Politik ein. „Wir machen keinen Unterricht“, betonte Gorßczynski gleich zu Beginn der Veranstaltung. Vielmehr wollen sie die Themen im gemeinsamen Dialog und in anschließenden Diskussionen erarbeiten.

Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Polen und Deutschland

Einen Schwerpunkt bildeten dabei die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten der beiden Nachbarn Deutschland und Polen. Es sei falsch, bei ihnen von west- oder osteuropäischen Ländern zu sprechen. „Beide liegen superzentral mitten in Europa. Polen und Deutschland sind die beiden Lungenflügel, mit denen Europa atmet“, erklärte Gorßczynski. Eine riesige deutsch-polnische Länderkarte auf dem Fußboden half den Schülern jederzeit bei der geografischen Orientierung. Deren Betreten war ausdrücklich erwünscht, um zum Beispiel die Neiße oder Posen zu finden.

Verständnis für Kultur und Sprache ausprägen

Bereits zum zweiten Mal besucht das „Polenmobil“ das Gymnasium. „Das ist ein sehr wichtiges Projekt. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir uns als Europa-Schule begreifen“, freute sich Rektor Andreas Lange über das erneute Gastspiel. „Das ,Polenmobil’ ist eine Bereicherung für unsere Schule.“ Es sei wichtig, das Verständnis für die Kultur und Sprache zu dem östlichen Nachbarn auszuprägen. „Gerade für uns Nordwestdeutsche ist Polen sehr weit weg“, ergänzte Geschichtslehrer Axel Meentzen.

„Polenmobil“ tourt seit sechs Jahren durch Deutschland

Am Dienstag nahmen die ersten 20 Geschichtsleistungsschüler an Veranstaltung teil, Mittwoch folgt die zweite Hälfte. Das „Polenmobil“ tourt seit sechs Jahren durch Süddeutschland, um bei Schülern Interesse und Neugierde für Polen zu wecken. Seit vier Jahren ist ein zweites auch in Norddeutschland unterwegs, um landeskundliche, historische, kulturelle und politische Inhalte über das Land zu vermitteln. Es ist ein Projekt des Deutschen Polen-Instituts und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Brandenburg sowie dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk.

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