Erinnerungsgang am 9. November ab Markplatz Wildeshausen

Schüler putzen Stolpersteine

Putzten die Stolpersteine: Laura Gabbe, Lasse Behrens und Lilli Schnier (stehend, von links), Henrik Lüschen und Antonia Vollweiter (sitzend, von links).
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Putzten die Stolpersteine: Laura Gabbe, Lasse Behrens und Lilli Schnier (stehend, von links), Henrik Lüschen und Antonia Vollweiter (sitzend, von links).

Wildeshausen – In Gedenken an die Novemberpogrome im Jahre 1938 lädt der Arbeitskreis Demokratie und Toleranz des Präventionsrates der Stadt Wildeshausen für Dienstag, 9. November, ab 14.30 Uhr zum Erinnerungsgang ein.

In der Pogromnacht wurden überall in Deutschland Synagogen niedergebrannt, jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört, viele Juden inhaftiert und eine größere Zahl ermordet. Mit dem Erinnerungsgang soll daran erinnert werden, dass auch in Wildeshausen jüdische Familien gedemütigt, verfolgt und ermordet wurden.

Der Gang startet auf dem Marktplatz und führt über die Stele zum Gedenken an die ehemalige jüdische Synagoge an der Huntestraße an den Häusern vorbei, in denen jüdische Familien ihr letzte freigewählte Wohnung hatten. Die im Pflaster eingelassenen Stolpersteine erinnern noch heute daran.

Schüler der BBS Wildeshausen werden an den einzelnen Stationen die Geschichten der jeweiligen jüdischen Familie vortragen. Die jungen Menschen der Klasse BGW 12a haben in den vergangenen Tagen die Stolpersteine geputzt.

Der Rundgang endet auf dem Marktplatz. Im Anschluss wird es gegen 16 Uhr auf dem jüdischen Friedhof ebenfalls ein Gedenken in Zusammenarbeit mit dem Landesverband jüdischer Gemeinden geben. Hier werden alle männlichen Teilnehmer gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Zu dem Erinnerungsgang sind alle Interessierten willkommen. Die Teilnehmer haben ihre Kontaktdaten zu hinterlassen und während der Veranstaltung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Schüler haben eine App zu den Stolpersteinen entwickelt

Übrigens: Eine Gruppe von BBS-Schülern hat im Sommer eine App entwickelt, die die Schicksale der Juden in Wildeshausen sichtbar macht. Bindeglied sind die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig. Die App verbindet modernste digitale Anwendungsmöglichkeiten mit der Erinnerung und dem Gedenken an die Menschen, die den schlimmsten Verbrechen in der deutschen Geschichte zum Opfer gefallen sind: Ausführlich informiert die App über die Lebensläufe der einst in Wildeshausen lebenden Juden, schildert ihr Wirken vor dem Holocaust ebenso wie die Schicksale, die sie erleiden mussten. Verbunden sind die Informationen mit den sogenannten „Stolpersteinen“, kleinen Messingtafeln, die der Künstler Gunter Demnig im März 2014 vor den Wohnhäusern der einstigen jüdischen Mitbürger verlegt hat. Unter dem Namen „Stolpersteine Wildeshausen“ ist die App im Play Store und im App Store für die Betriebssysteme iOS und Android zu finden.

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