Schüler messen sich im Rahmen des Regionalentscheides in Bruchhausen-Vilsen /Gregor Ott aus Wildeshausen siegt

Gepflegte Streitkultur bei „Jugend debattiert“

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Die Teilnehmer des Finales (von links): Yuvina Kostrzewa, Jana Wolter, Jona Krause, Ann-Sophie Peck, Gregor Ott, Lea Runge, Jonas Pleus und Janina Schmidt.

Br.-Vilsen/Wildeshausen - Sie sind redegewandt und können ihre Argumente überzeugend rüberbringen: die Gewinner des Regionalentscheids von „Jugend debattiert“. Den ersten Platz sicherten sich Gregor Ott aus Wildeshausen (Sekundarstufe II) und Jona Krause aus Sulingen (Sekundarstufe I). Ausrichter des Wettkampfs war das Gymnasium Bruchhausen-Vilsen.

„Es geht vor allem darum, Spaß zu haben“, begrüßte Organisator David Niemann, Politiklehrer am Gymnasium Bruchhausen-Vilsen, die 16 Wettbewerbsteilnehmer. Die Kooperative Gesamtschule Leeste sowie die Gymnasien Wildeshausen, Sulingen und Bruchhausen-Vilsen schickten jeweils ihre zwei besten Debattierer aus den Sekundarstufen I und II.

Während zwei Durchgängen bewertete eine Jury – bestehend aus Schülern, die selbst schon einmal an dem Wettbewerb teilgenommen hatten, und Lehrern – das Ausdrucksvermögen, die Gesprächsfähigkeit, die Überzeugungskraft und die Sachkenntnis der Teilnehmer. Da die Schüler bereits einige Tage vorher wussten, welche Fragen behandelt werden sollten, konnten sie sich gut vorbereiten. Sie mussten sich allerdings sowohl für die Pro- als auch für die Kontra-Seite ein Konzept überlegen, da erst direkt vor jedem Durchgang ausgelost wurde, wer welche Seite vertreten musste. Weil sich die Teilnehmer gut über die Themen informiert hatten, demonstrierten sie eine gepflegte Streitkultur. Trotz der guten Leistungen aller kamen allerdings nur die vier besten Debattierer aus jeder Sekundarstufe ins Finale.

Gregor Ott, Lea Runge, Yuvina Kostrzewa und Janina Schmidt aus der Sekundarstufe II diskutierten in der Endrunde fair und sachlich über die Frage „Sollen regionale Dialekte in der Schule unterrichtet werden?“. „Regionale Dialekte, zum Beispiel Plattdeutsch, fördern das Heimatgefühl und die Sprachkenntnisse“, betonte Gregor Ott. Er sei daher für ein entsprechendes Unterrichtsfach in der Schule. Umgehend kam der Widerspruch: „Wer soll das unterrichten?“, fragte Yuvina Kostrzewa. Es gebe heutzutage kaum noch Lehrer, die der plattdeutschen Sprache mächtig seien.

Die Vertreter der Pro-Seite gingen auf die Argumente der Gegenseite ein – und umgekehrt. Zeitlimits verhinderten, dass die Debatte ausuferte: Jeder hatte zwei Minuten für sein Eingangsstatement, in der zwölfminütigen freien Aussprache waren die Vier reihum dran, dann hatte jeder noch eine Minute für sein „Schlussplädoyer“.

Den Juroren fiel es nicht leicht, die Gewinner zu ermitteln. Schließlich fällten sie aber doch eine Entscheidung. Die Erst- und Zweitplatzierten jeder Sekundarstufe fahren am 1. März zum Landesfinale nach Hannover, wo die Finalisten für den Bundesentscheid ermittelt werden. Die Platzierten: Sekundarstufe I:

1. Platz: Jona Krause

(Sulingen)

2. Platz: Jonas Pleus

(Wildeshausen)

3. Platz Ann-Sophie Peck

(Bruchhausen-Vilsen)

4. Platz: Jana Wolter (Leeste)

Sekundarstufe II:

1. Platz: Gregor Ott

(Wildeshausen)

2. Platz: Yuvina Kostrzewa (Sulingen)

3. Platz: Lea Runge

(Bruchhausen-Vilsen)

4. Platz: Janina Schmidt

(Leeste)

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asc

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