Realschule und Hunteschule in Wildeshausen betroffen / Inzidenzwert liegt bei 145,2

Schüler in Quarantäne, aber weiter Präsenzunterricht

Maskenpflicht: Wenn die Schüler eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, gelten nur wenige als direkte Kontaktpersonen und müssen in Quarantäne.  
Symbolfoto: DPA
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Maskenpflicht: Wenn die Schüler eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, gelten nur wenige als direkte Kontaktpersonen und müssen in Quarantäne. Symbolfoto: DPA

Wildeshausen – Die kumulative Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Oldenburg ist von Donnerstag auf Freitag noch einmal deutlich angestiegen. Lag sie am Donnerstag um 9 Uhr bei 122,2, vermeldete das Land Niedersachsen 24 Stunden später den Wert 145,2. Diese Steigerung ist nicht unwichtig, hat sie doch Konsequenzen für Schulen. Wenn dort eine Infektionsschutzmaßnahme (Quarantäne für eine Lerngruppe, Klasse oder einen Jahrgang) getroffen worden ist, wechselt die gesamte Einrichtung in das Szenario B. Das wiederum bedeutet Unterricht im Wechselmodell, was eine Kombination aus Lernen zu Hause und Präsenzunterricht vorsieht. In diesem Fall sind maximal 16 Personen im Klassenraum, und der Mindestabstand ist einzuhalten. Nach Ablauf von zwei Wochen wechselt die Einrichtung eigenständig zurück in den vollen Präsenzunterricht.

Neun Schulen im Landkreis Oldenburg sind seit Montag von dieser Maßnahme betroffen. Für Verwunderung sorgte allerdings bei einigen Eltern, dass es vier Schulen gibt, an denen zwar Schüler in Quarantäne sind, es aber keinen Wechsel in die Phase B gab. Betroffen sind in Wildeshausen die Hunteschule sowie die Realschule, in Ahlhorn die Graf-von-Zeppelin-Schule und die Oberschule in Ganderkesee.

Nach Auskunft von Kreispressesprecher Oliver Galeotti hat das seine Richtigkeit: „In diesen Fällen wurden nur wenige Mitschüler in Quarantäne geschickt“, teilt er mit. Somit seien weder komplette Klassenverbände, Lerngruppen, Kohorten oder Jahrgänge betroffen gewesen.

Bei einigen Eltern, insbesondere von Schülern des achten Jahrgangs an der Realschule Wildeshausen, stößt die Maßnahme nicht auf Verständnis. Galeotti verweist jedoch auf die Information des Landesgesundheitsamtes, nach der im Sekundarbereich I und II eine grundsätzliche Tragepflicht der Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht gilt, wenn die Inzidenz den Wert 50 überschritten hat. Durch konsequentes Anwenden der Mundschutzpflicht könne es zukünftig nicht mehr vorkommen, ganze Klassen in Quarantäne schicken zu müssen.

Laut Landesgesundheitsamt sei es klares Ziel, im Fall von festgestellten Infektionen möglichst wenige Personen in die Isolation bringen zu müssen. Somit sei nur das direkte Umfeld der infizierten Person und nicht die gesamte Kohorte betroffen. Beim direkten Umfeld handele es sich um die Sitz-Nachbarschaft (links, rechts, vorne und hinten innerhalb von 1,5 Metern Abstand) des Indexfalls. Diese gilt als Kontaktperson Kategorie 1 und ist somit in Quarantäne zu versetzen. Der Rest der Klasse darf weiter am Präsenzunterricht teilnehmen, die Schule muss nicht in das Szenario B wechseln.  dr

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