Schüler von Gran Canaria im Gymnasium/Wildeshauser nach Las Palmas

Alemania ya que somos – España venimos

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Begrüßung im Wildeshauser Gymnasium: Ina Franz, Emma Strodthoff, Yvonne Stahl, Sheila Marrero, Pedro Hernandez, Patricia Herrera, Hannes Nehls und Manolo Rodiguez (v. l.).

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Alemania ya que somos (Deutschland, da sind wir) und España venimos (Spanien, wir kommen) heißt es derzeit aufgrund des „Erasmus+“-Projektes der EU am Wildeshauser Gymnasium. Während Pedro Hernandez (16), Patricia Herrera (16) und Sheila Marrero (17) seit Sonntag in Wildeshausen weilen, machen sich Hannes Nehls (15), Emma Strodthoff (15) und Swantje Geerken (16) am 3. Februar auf den Weg nach Gran Canaria, wo sie in den Familien ihrer Gäste wohnen.

Insgesamt 90 Tage weilen die Schüler im direkten Austausch im jeweils anderen Land. „Eigentlich hätten sich die Schüler hier gar nicht mehr sehen sollen. Aber aus organisatorischen Gründen war es nicht anders möglich“, erklärten die Lehrerinnen Ina Franz und Yvonne Stahl. „Aber vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass sie jetzt hier zwei Wochen und in drei Monaten zwei Wochen auf Gran Canaria noch gemeinsam zur Schule gehen.“

Während Manolo Rodriguez, Lehrer der spanischen Partnerschule, jetzt für drei Tage mit den Schülern in der Kreisstadt weilt, fliegen die Wildeshauser Lehrerinnen mit den Schülern am 3. Februar für drei Tage nach Las Palmas.

„Es ist schon eine Herausforderung, für eine relativ lange Zeit in ein anderes Land und eine andere Kultur zu gehen“, sagt Hannes. Er war einer von sechs Schülern, die sich für diesen Austausch beworben hatten. „Die Bewerbungen mussten mit Zeugnissen erfolgen, wobei es nicht nur auf die Noten ankam“, erzählen die Lehrerinnen. Vielmehr seien auch Sozialverhalten sowie familiäre Hintergründe hinterfragt worden: „Wir gehen davon aus, dass sich im nächsten Jahr wesentlich mehr Schüler bewerben, da sie ja von diesen dreien einiges erfahren werden.“

Im Bezug auf den Schulbesuch in Spanien erläuterte Stahl, dass sie die Schüler schon verstehen könne, wenn sie es als Herausforderungen sähen: „Sie finden dort ein anderes Schulsystem vor, der Umgang zwischen Schülern und Lehrern ist anders als bei uns, auch die Fächer könen sie nicht eins zu eins mit hier vergleichen.“

Patricia war schon einmal für eine Woche als Austauschschülerin in Hamburg. Jetzt aber sei es ihr Ziel, die deutsche Sprache deutlich zu verbessern: „Die Schule hier ist völlig anders als bei uns. Unsere Klassenräume sind nicht so groß. Außerdem gehen 32 Schüler in die Klasse, hier sind es nur etwa 25. Das finde ich besser.“ Es gefalle ihr, in der deutschen Familie zu leben und den Alltag kennenzulernen: „Ich mag auch das Wetter hier.“ Und mit einem Augenzwinkern gibt sie zu, dass sie doch etwas Heimweh hat.

Pedro ist bereits zum dritten Mal in Deutschland, war schon einmal in Wildeshausen: „Ich bin in meiner Gastfamilie sehr nett und offen aufgenommen worden. Das hat mir sehr gut gefallen.“ Auch er wolle die deutsche Sprache festigen: „Ich möchte aber auch die deutsche Kultur und die Umgebung von Wildeshausen kennenlernen.“

Das hat sich auch Emma für ihren Aufenthalt in Spanien vorgnommen: „Zunächst aber freue ich mich auf das gute Wetter. Meine Gasteltern hbe ich über Internet schon kennengelernt. Sie sind sehr nett, der Aufenthalt wird bestimmt echt toll.“

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