136 Schüler feiern

Abschluss an der Realschule: „Legt nie die Hände in den Schoß“

Unter Jubel und Applaus ziehen die Schüler, angeführt von ihrem Lehrer, in die Aula der Realschule Wildeshausen ein. - Fotos: Biedermann/Franitza

Wildeshausen - 136 junge Frauen und Männer haben an der Realschule Wildeshausen ihren Abschluss geschafft, 57 davon ihren erweiterten Sekundarabschluss. Am Freitagvormittag war dann ihr „großer Tag“: Sie bekamen die Zeugnisse überreicht und wurden feierlich von der Schule verabschiedet. Schulleiter Jan Pössel und Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski hatten viele lobende auf aufmunternde Worte für die Absolventen.

Klassenweise und unter großem Applaus waren die Schüler zuvor zu Musik in die Aula eingezogen und hatten zwischen den Gästen – vor allem vielen Familienangehörigen – Platz genommen. Pössel gratulierte den Schülern zu ihrem Erfolg. Mit 43 Prozent liege die Quote der Absolventen mit einem erweiterten Abschluss auf der Höhe des Vorjahres. Sein Dank gelte allen, die an der Schule auf ihre Art und Weise mitgeholfen haben, nicht zuletzt dem Kollegium. Dieses habe seiner Meinung nach mit Hartnäckigkeit, Fachkompetenz und Einfühlungsvermögen „ganz kräftig“ Anteil an dem Erfolg der Schüler. Dank gelte ebenso dem Schulträger, der Stadt Wildeshausen, für die Unterstützung, so Pössel weiter. Diese werde aber auch weiterhin dringend benötigt, „Stichwort Digitalisierung“.

„Mit dem Zeugnis habt ihr etwas in der Hand, was zählt“, lobte Kuraschinski die Absolventen. Die Schüler hätten unter Beweis gestellt, dass man auf sie zählen und setzen könne. Viele hätten bereits einen Ausbildungsvertrag in der Tasche oder setzten ihren schulischen Werdegang fort. An einem Tag wie diesem werde bewusst, was eine Realschule leiste. Er sei sich sicher – und da könne er auch für die Gemeinde Dötlingen und ihren ebenfalls anwesenden Bürgermeister Ralf Spille sprechen –, dass jeder Euro hier gut investiert sei und irgendwann wieder in die Kommunen zurückfließen werde, so Kuraschinski. Er sei damals gerne zur Realschule gegangen – und zurückblickend könne er sagen, dass er hier vieles gelernt habe, was ihm auch heute noch zugutekomme. „Legt nie die Hände in den Schoß“, riet der Verwaltungschef den Absolventen abschließend, denn man müsse „ständig an sich arbeiten“. Das Motto der Schule „lehren, lernen, leben“ gebe da den Weg vor: „Macht das Beste aus diesem Handwerkszeug“, so Kuraschinski.

Jan Pössel (v.l.) ehrt die besten Schüler: Inka Hökendorf, Niklas Gammersbach, Bela David Maurer, Marie Bahr und Julia Nguyen.

Positives gab auch Pössel den Schülern mit auf ihren Lebensweg: „Viel wichtiger als der Notendurchschnitt, mit dem ihr heute die Schule verlasst, ist ohnehin euer Selbstvertrauen, euer Selbstwertgefühl, euer Mut, eure Einstellung zum Leben – jeder Einzelne von euch ist so viel mehr wert als eine Kommazahl. Seid euch dessen bitte bewusst: immer und überall.“ Mitgefühl und Wertschätzung seien für jeden Menschen wichtig – das solle auch für das Kollegium und die Schule gelten, damit Schüler diese gerne und erfolgreich besuchten. 

fra

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