Spontane Aktion der Realschulklasse 8c während des Geschichtsunterrichts

Schüler beseitigen Müll am Ehrenmal

Gemeinsam bei der Arbeit: Die Realschüler aus Wildeshausen säuberten das Ehrenmal am Burgberg und wollen diese Aktion wiederholen.
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Gemeinsam bei der Arbeit: Die Realschüler aus Wildeshausen säuberten das Ehrenmal am Burgberg und wollen diese Aktion wiederholen.

Wildeshausen – „Was für ein toller Wochenstart“, freute sich Susanne Heger aus Wildeshausen am Montagvormittag. Sie hatte beim Gang mit dem Hund beim Ehrenmal auf dem Burgberg die Klasse 8c der Wildeshauser Realschule mit der Lehrerin Henrike von Handorf getroffen – und nach einem Gespräch und großem Engagement der Schüler war der gesamte Bereich von Unrat befreit.

Von Handorf hatte den Geschichts- und Politikunterricht für die 27 Schüler bei dem schönen Wetter mit einem Ausflug zum Ehrenmal verbunden. „Dort sah es aus wie fast immer an einem Montagmorgen. Der Boden war bedeckt mit Scherben, abgeschlagenen Flaschenhälsen, Dosen und Essensresten. Im Gegensatz zu mir sahen die Schüler und die Lehrerin den Müll jedoch das erste Mal und waren schockiert“, so Heger. „Ich erzählte ihnen von der Reinigung, die wir gemeinsam vor zwei Jahren organisiert hatten – und von meinen Bemühungen, den Park und den Burgberg schöner und sauberer zu machen. Die meisten Schüler hatten von der Aktion gelesen, als sie sich auf den Klassenausflug zum Ehrenmal vorbereitet hatten. Alle waren beeindruckt von unserer durch eine Facebookgruppe angeregten Gemeinschaftsaktion.“

Spontan Feger und Mülltüten geholt

Die Lehrerin überlegte angesichts des Mülls zunächst, am nächsten Morgen wiederzukommen und mit der Klasse aufzuräumen. Ganz spontan sagte von Handorf dann aber: „Quatsch, das machen wir jetzt. Wir holen uns Feger und Mülltüten in der Schule und legen los.“

Gesagt, getan: In 45 Minuten säuberten die 14-bis 15-jährigen Schüler zur Freude von Heger den gesamten Burgberg von Scherben und Müll. „Sie hatten viel Spaß dabei und haben gemeinsam mit der Lehrerin beschlossen, das jetzt in regelmäßigem Abstand zu machen“, berichtet Heger. Nebenbei, so fährt sie fort, habe sie auch über die Toten gesprochen, die mit dem Ehrenmal geehrt werden und die Erfahrungen der beiden Weltkriege. „Ich habe die Geschichte meines Onkels Helmut Petermann erzählt, der nicht aus dem Krieg zurückkehrte. Ein Schüler berichtete über seine Urgroßmutter, die im Krieg gestorben ist. Alle waren sich einig, dass der Platz auf dem Burgberg ein sehr lebendiges Denkmal ist, das man nutzen, aber nicht beschmutzen sollte. Anschaulicher kann Geschichts- und Politikunterricht meiner Meinung nach nicht sein.“

Heger zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der jungen Menschen: „Auch wenn es dieses Jahr coronabedingt keine Noten für Sozialverhalten in der Schule gibt, von mir hättet ihr eine Eins bekommen“, lobt sie die Tatkraft der Schüler.  

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