Schafferpaar fühlt sich in Wildeshausen wohl 

„Schön, wenn man der Stadt etwas zurückgeben kann“

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Das Schafferpaar Andrea und Fabian Reinke bewirtete die Offiziere und die Wache, bevor es zum Rathaus ging. 

Wildeshausen - Das gab es wohl noch nie, dass nach der Schafferproklamation auf dem Marktplatz ein Rolling-Stones-Titel angestimmt wurde. Der Gildeclub „Satisfraction“ von Fabian Reinke intonierte „I can get no satisfaction“ und der Schaffer sang auf dem Balkon mit. Stimmgewaltig ist er ja, denn seit vielen Jahren mischt der Tenor bei den „Profisorischen“ mit.

Die Gruppe feierte im vergangenen Jahr ihren 20. Geburtstag. „Deshalb wollen wir es dieses Jahr ein wenig ruhiger angehen lassen“, berichtete Reinke am Abend, nachdem er und seine Frau Andrea gegenüber dem Hauptmann der Wache, Detlev Hohn, zugesagt hatten, das neue Schafferpaar sein zu wollen.

Wenn es beim Singen ein wenig ruhiger zugeht, dann kann es bei der Gilde ja lebhafter werden. „Wir haben erst spät gemerkt, was sich rund um Pfingsten alles jährt“, erzählten Andrea und Fabian Reinke. Nicht nur, dass die Schafferin am Sonntag 30 Jahre alt wurde. Der Schaffer selbst feierte am Dienstag seinen 34. Geburtstag. „Dann ist uns noch eingefallen, dass ja auch mein Kinderkönigsjubiläum in diese Zeit fällt“, so Reinke, der 1998 als Junior den Vogel von der Stange holte.

Das neue Schafferpaar mit seiner zehn Monate alten Tochter Elisa Maria kann sich in den kommenden Monaten voll auf die Familie stützen. Fabians Schwester Anne Huxold hat ebenfalls ein Kind bekommen, sodass die Betreuung immer gut abgesprochen werden kann. Oma Beate und Opa Manfred sind sehr glücklich, dass Fabian nun Schaffer ist. „Mein Mann hat sich das früher auch gewünscht“, gestand Beate Reinke. Nun dürfe er sich freuen, dass es der Sohn geschafft habe. „Für Wildeshauser Familien wie unsere ist das eine sehr schöne Sache“, so Manfred Reinke.

Am Dienstagnachmittag war das zukünftige Schafferpaar getrennte Wege gegangen. Fabian Reinke marschierte mit seinem Gildeclub aus und sah sich noch kurz das Schießen an. „Ich habe unterdessen die Geschehnisse im Livestream verfolgt“, erzählte Andrea Reinke, die den Wunsch ihres Ehemannes, Schaffer zu werden, gerne teilte. „Es ist schön, wenn man der Stadt, in der man lebt, etwas zurückgeben kann“, sagte sie. „Dieser Zusammenhalt zeichnet Wildeshausen aus.“

dr

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