Handlungsbedarf bei Gewerbeansiedlung

Schnelles Internet und attraktive Flächen für Betriebe

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Höchste Priorität müsste es laut Stadtkonferenz haben, dass weitere Flächen für Gewerbe ausgewiesen werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Stadt Wildeshausen sollte mehr auf regionale Anbieter und Produkte setzen und gleichzeitig attraktive Flächen zur Gewerbeansiedlung zur Verfügung stellen.

Damit könnte sich die Kreisstadt in Zukunft profilieren. Das ist ein wesentliches Anliegen des Konzeptes „Wildeshausen 2030“, das im Rahmen von Stadtkonferenzen erarbeitet werden soll. Ein erstes Treffen gab es bereits, für September soll das nächste anberaumt werden.

Höchste Priorität, um ortsansässige Betriebe zu halten und weitere Unternehmen anzulocken, muss die Ausweisung neuer Entwicklungsflächen haben. „Das ist ein bedeutendes Steuerungselement für die Handlungsfähigkeit der Stadt“, heißt es in der Ergebnisdokumentation der ersten Stadtkonferenz. 

Mit dem Vertrag über die Ausweisung eines interkommunalen Industrie- und Gewerbegebietes in Hockensberg sowie den Planungen für das Industriegebiet Wildeshausen-West sind die ersten Schritte bereits zurückgelegt. Gleichzeitig soll aber auch die Revitalisierung von Brachflächen auf Wildeshauser Gebiet angegangen werden.

Infrastruktur unbedingt verbessern

Viele Bürger stufen die Verbesserung der technischen und verkehrlichen Infrastruktur als sehr wichtig für die Stadtentwicklung ein. Dazu gehören die Breitbandversorgung flächendeckend mit mindestens zehn Mbit pro Sekunde (perspektivisch sogar 30 Mbit pro Sekunde) sowie die verkehrliche Entlastung des Westrings. 

Für die Breitbandversorgung möchte die Stadt Wildeshausen Fördermittel akquirieren. Ein Ausbau in den kommenden zwei Jahren ist bereits vorbereitet. „Eine komplette Flächenabdeckung ist aber in diesem Zusammenhang noch nicht möglich“, heißt es als Fazit der Stadtkonferenz. Deshalb plane die Stadt, ergänzende Mittel zur Verfügung zu stellen.

Weinhandel und Fischmarkt?

Um das innerstädtische Gewerbe zu stärken, wird von Bürgern angeregt, spezialisierte Angebote zu schaffen. Dazu könnte ein Weinhandel ebenso wie wie Fischmarkt gehören, der vom Fischereiverein betrieben wird. Denkbar wäre auch ein Obstladen mit älteren Sorten sowie ein Hofladen.

Ein weiterer Aspekt bei der Diskussion über Gewerbebetriebe ist vielen Bürgern aber auch wichtig: Es sollte vermieden werden, zusätzliche fleischverarbeitende Betriebe in der Stadt anzusiedeln. So wurde bereits eine Schlachterei am Westring verhindert. Damit einhergehend sollten aber auch die „oftmals skandalösen Wohnmöglichkeiten“ für Werksarbeiter kontrolliert werden, um schnell Abhilfe zu schaffen, heißt es.

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