Ausbau kostet elf Millionen Euro

Schnelleres Internet für 3.355 Haushalte möglich

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Geht es nach den derzeitigen Plänen des Landkreises Oldenburg für den Ausbau des Internets, könnten 3 355 Haushalte bald mit 30 bis 50 Megabit pro Sekunde surfen, die derzeit noch deutlich langsamer im Netz unterwegs sind.

„Die Antragstellung für Fördergelder ist mittlerweile auf der Zielgeraden“, sagte Landrat Carsten Harings während der Sitzungs des Strategie-, Wirtschafts- und Zukunftsausschusses am Dienstag im Kreishaus. Kämmerer Rainer Fürst führte anschließend aus, dass 102 Kabelverzweiger aufgerüstet werden sollen. Dies hilft vor allem den genannten 3.355 Privathaushalten. Das heißt aber auch, dass noch 5.050 Haushalte unter der 30-Mbit-Grenze bleiben.

Von diesen würden allerdings viele von der Aufrüstung profitieren, auch wenn sie unter der 30er-Grenze bleiben, sagte Fürst. Hinzukommen acht bis zehn Gewerbegebiete, die Glasfaserkabel bis ins Haus bekommen sollen. Ob das denn genug sei, wollte Thomas Schulze (CDU/Hude) wissen. Fürst seufzte. „Das ist eine gute Frage. Ich sage mal so: Es ist, wie es ist.“

Kommunaler Eigenanteil sinkt

Statt der ursprünglich geplanten drei sollen 2,7 Millionen Euro als kommunaler Eigenanteil fließen. Kreis und Gemeinden tragen davon jeweils die Hälfte. Insgesamt kostet der Ausbau knapp elf Millionen Euro. Acht davon sollen von Land und Bund kommen. „Man kann nicht belastbar sagen, ob wir die Höchstfördersummen erhalten, wir sind aber guter Dinge“, sagte Fürst.

Wann die Anträge gestellt werden können, ist noch unklar. Entweder Ende August oder Ende Oktober, hieß es vom Landkreis. Astrid Grotelüschen (CDU/Ahlhorn) kündigte an, „dem Verkehrsminister auf den Wecker zu gehen“, um das Anliegen positiv zu begleiten. Ihren Informationen zufolge könnten Anträge auch Ende Juli gestellt werden, wovon der Landkreis ursprünglich ausgegangen war.

Im bisherigen Verfahren hat der Landkreis auch Netzanbieter gefragt, ob sie selbst ausbauen wollen. Dabei kam laut Fürst heraus, dass im Wesentlichen drei Provider im Kreis aktiv sind, Kabel Deutschland, die Telekom und die EWE. Ersterer sei trotz des bestehenden Angebots noch nicht so stark nachgefragt, während die Telekom in den kommenden drei Jahre einige Vorhaben auf dem Plan habe.

Der Ausschuss beschäftigte sich auch mit dem Naturpark Wildeshauser Geest. Dessen Geschäftsführer Rolf Eilers informierte die Politiker über die Arbeit beim Marketing. „Wir sind die einzige überregionale Fremdenverkehrsorganisation hier“, betonte er. Mit den aktuellen Ressourcen – zwei Vollzeitstellen und ein nebenamtlicher Gechäftsführer – sei kein Wettbewerb mit dem Osnabrücker Land oder Ostfriesland möglich. „Ohne eine weitere Stelle können wir die Projekte der kommenden Jahre nicht wuppen“, stellte er fest. 60.000 Euro sind dafür pro Jahr vorgesehen.

Das sah auch der Ausschuss so und votierte bei einer Enthaltung für die weitere Stelle. Zusätzlich empfahlen die Politiker die Umsetzung von acht Maßnahmen von der Fortschreibung des Entwicklungsplans über den Aufbau eines modernen Internetportals bis hin zu der Überarbeitung des Fahrradleitsystems.

Rubriklistenbild: © dpa

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