Sieger der Berufsbildenden Schulen beim Bundesjugendschreiben ausgezeichnet

Schnelle Finger

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Käthe Weiß und Monika Wigger organisierten den Wettbewerb, bei dem Marco Schulz (sitzend), Lars Unverricht und Jakob Pritschmann (von links) die besten BBS-Schüler waren.

Wildeshausen - Diesen Text könnte Marco Schulz in fünfeinhalb Minuten abtippen. Und das fast fehlerfrei. Der 21-jährige Wildeshauser ist erneut bester Tastschreiber der Berufsbildenden Schulen (BBS). Gemeinsam mit 55 Mitschülern beteiligte er sich am Wettbewerb Bundesjugendschreiben, bei dem es darum geht, in zehn Minuten möglichst viel von einem vorher unbekannten 7 000 Anschläge langen Text abzuschreiben – und das am besten ohne Fehler, denn für die gibt es Punktabzug.

Am Donnerstag ehrte BBS-Rektor Gerhard Albers den 21-Jährigen, der 388 Anschläge pro Minute (fünf Fehler) geschafft hatte. Auf Platz zwei „tippte“ sich Lars Unverricht (23) aus Delmenhorst mit 270 Anschlägen pro Minute – fehlerfrei. „Bronze“ errang Jakob Pritschmann (17) aus Sandkrug, auf dessen Konto 304 Anschläge pro Minute und sechs Fehler gingen. Alle drei werden zum kaufmännischen Assistenten beziehungsweise zu Bürokaufleuten ausgebildet.

Schulz, der vergangenes Jahr noch 460-mal pro Minute getippt hatte, zeigte sich überrascht von seinem Sieg. „Die Anschläge waren diesmal eigentlich nicht so prall“, meinte er. So wie ihm erging es offenbar vielen, denn auch wenn seine Leistung im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächer war, landete der Wildeshauser niedersachsenweit auf Platz zwei und bundesweit auf Platz 18.

Doch die drei Geehrten gehören zu einer kleiner werdenden Gruppe. Beteiligten sich vor ein paar Jahren noch rund 200 BBS-Schüler und 2015 immerhin 81, waren es in diesem Jahr nur 56.

Teilnehmerzahl sinkt stetig

Lehrerin Monika Wigger, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Käthe Weiß die Teilnahme der BBS organisiert, vermutet zwei Gründe dahinter: Der Wettbewerb findet Ende Januar bis Anfang April dezentral im ganzen Bundesgebiet statt. Das kollidiere teilweise mit Praktika, die die BBS-Schüler im Februar absolvieren. Zum anderen würden sich viele scheuen, die 1,50 Euro Teilnahmegebühr zu bezahlen. Dabei bekämen sie alle eine Urkunde, die die Schüler späteren Bewerbungen beilegen können. Die BBS sind kein Einzelfall. Bundesweit sank die Teilnehmerzahl von 16. 200 im Jahr 2012 auf 10 .000 in diesem Jahr.

bor

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