GW Kleinenkneten stellt neue Anlage vor, doch die Sanierung war teuer

Schmuckstück verursacht Geldsorgen

Andreas Scholz und Jens Kuraschinski (stehend von links) mit Flagge und Sportlerin auf dem Sportplatz. Foto: dr

Kleinenkneten – Der Sportverein Grün-Weiß Kleinenkneten ist für die Zukunft gut aufgestellt. Das machte der Vorsitzende Andreas Scholz am Mittwoch im Rahmen eines Empfangs für Ratsmitglieder und Unterstützer deutlich. „Unsere Anlage ist ein Schmuckstück geworden“, freute er sich mit Blick über den gepflegten grünen Rasen. Doch den Verein drücken gleichzeitig extrem hohe Verbindlichkeiten, die aus dem Umbau des Clubheims und der Sanierung des Sportplatzes herrühren. Rund 850 000 Euro haben alle Maßnahmen zusammen gekostet – viel mehr als ursprünglich geplant. Weil die Fördersumme beim Landessportbund von geplant 100 000 auf 30 000 Euro zusammengestrichen wurde und zahlreiche Schwierigkeiten am Bau auftraten, drücken den Verein nun ein zwischenfinanziertes Defizit von 150 000 Euro und ein Kredit in Höhe von 80 000 Euro. „Das ist auch der Grund, warum wir die Stadt um 120 000 Euro bitten – zur Not auch in zehn Jahresraten von 12 000 Euro“, so Scholz.

Der Vorsitzende erinnerte daran, dass die erste Planung für den Umbau der Anlage vor acht Jahren erstellt worden war. Im vergangenen Jahr habe man dann endlich mit den Arbeiten beginnen können. Allerdings zeigten sich schnell unerwartete Schwierigkeiten: Beim Erdaushub wurden die Leitungen für das Flutlicht beschädigt, weil sie nicht tief genug lagen. Bei der Neuverlegung beschloss der Verein dann, die 35 Jahre alten Flutlichtmasten zu erneuern und mit LEDs auszustatten. Die Stromleitung, die bis dahin zum benachbarten Kindergarten führte, musste zum Vereinsheim verlegt werden. Am Gebäude war die Außentreppe als Fluchtweg nicht genehmigungsfähig. Deshalb musste ein neuer Anbau errichtet werden. Das Dach wurde aus diesem Grund angehoben und bekam neue Pfannen. Auch im Umkleidegebäude gab es unerwartete Missstände, sodass der gesamte Estrich neu gegossen werden musste.

„Das haben wir nur geschafft, weil unsere 280 Mitglieder und Helfer 4376 ehrenamtliche Stunden abgeleistet haben“, lobte Scholz. Deshalb habe man auch alles in sieben Monaten Bauzeit erledigt und sei als kleiner Verein zusammengerückt.

Bürgermeister Jens Kuraschinski lobte das Engagement des SV GW Kleinenkneten, der neben dem VfL Wittekind vorbildliche Jugendarbeit in Wildeshausen leiste. „Ihr habt mit euren Wünschen bei uns offene Türen eingelaufen“, so Kuraschinski, der darauf verwies, dass von der Stadt rund 300 000 Euro in die Sanierung der Sportanlage geflossen sind. „Das ist gut eingesetztes Geld. Ihr seid ein Aushängeschild für die Landgemeinde“, betonte der Bürgermeister. Über den Wunsch nach weiteren 120 000 Euro müsse die Politik noch beraten. Da könne er noch keinen Scheck mitbringen. Als Präsent hatte Kuraschinski aber eine Wildeshausen-Flagge dabei, von der er hofft, dass sie schon bald auf dem Vereinsgelände im Wind flattern wird.  dr

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