Gewinner und Verlierer der Kommunalwahl in Wildeshausen / Frerichs Dienstältester

Schluss nach 48 Jahren Ratsarbeit

Wahl in Wildeshausen: Einige hoffnungsvolle Bewerber erhielten nicht genügend Stimmen.
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Wahl in Wildeshausen: Einige hoffnungsvolle Bewerber erhielten nicht genügend Stimmen.

Wildeshausen – Der neue Wildeshauser Stadtrat wird 34 Sitze haben. Das sind zwei mehr als zuvor, weil die Stadt die Grenze von 20 000 Einwohnern überschritten hat. Von den 34 Mitgliedern werden aller Voraussicht nach 17 Personen neu in diesem Gremium sein. Allerdings sind dem Vernehmen nach noch Änderungen zu erwarten, weil nicht alle Gewählten ihr Mandat annehmen und es Nachrücker geben dürfte.

Auffällig ist, dass unter den neuen Ratmitgliedern einige sind, die es gleich als Direktkandidat geschafft haben, weil sie so viele Stimmen auf sich vereinen konnten. Das beste Ergebnis erzielte Christin Rollié (CDW), die 649 Stimmen bekam. Ulrich Kramer, der bis 2016 schon einmal für die CDU im Rat war, erhielt 617 Stimmen. Niklas Behrens (FDP) hatte 603 Stimmen. Weiter erfolgreich waren Majken Hjortskov (Grüne, 527 Stimmen), Marcell Görke (CDU 428), Toma Rozov (CDU, 420), Marc Depken (FDP, 410) und Antonia Klein (SPD, 384).

Die meisten Einzelstimmen erzielten am Sonntag Rainer Kolloge (UWG, 897), Evelyn Goosmann (SPD, 717), Karl Schulze Temming-Hanhoff (fraktionslos, 716). Allerdings blieb trotz dieses Erfolges bei einigen ein schaler Beigeschmack. So hatte Kolloge vor fünf Jahren 1 085 Stimmen erreicht. Goosmann und Temming-Hanhoff konnten sich verbessern.

Während einige aktuelle Ratsmitglieder auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatten, traf es andere am Sonntag recht unvorbereitet, dass sie nicht wiedergewählt wurden.

Hartmut Frerichs

Prominentestes Beispiel ist Hartmut Frerichs, der als Dienstältester seit 48 fast durchgehend für die SPD im Rat aktiv war. Er wirkte ab 1972 mit, wurde 1976 nicht wiedergewählt, rückte dann aber wenige Wochen später nach. Normalerweise wäre Frerichs über den Listenplatz abgesichert gewesen. Da die SPD aber fünf Direktkandidaten und nur zwei über die Liste in den Rat entsendet, geht Frerichs diesmal leer aus „Ich wäre gerne dabeigewesen“, so der Bauauschussvorsitzende, der aber die Fraktion weiter beraten möchte.

Frank Stöver

Frank Stöver (CDW) ist ebenfalls traurig, dass die Stimmen nicht reichten. Noch lieber hätte er es aber gesehen, wenn sein Sohn Anton für die FDP in den Stadtrat gekommen wäre. Der scheiterte aber knapp.

Corinna Riedel-Seebacher

Nicht mehr im Stadtrat ist nach derzeitigem Stand Corinna Riedel-Seebacher. „Das ist sehr bedauerlich. Ich nehme das aber nicht persönlich“, sagt sie. Das UWG-Ergebnis sei leider eingebrochen, sodass man weniger Sitze im Rat habe.

Arne Peters

Arne Peters war von der FDP zur UWG gewechselt. „Mit dieser Entscheidung bin ich im Reinen“, sagt er. Da aber die UWG klar verloren hat und Peters nicht genügend Direktstimmen bekam, ist er ab dem 30. Oktober aus dem Rat gewählt. „Ich habe viel Freude gehabt“, sagt er ohne Groll.

Uwe Bock

Ebenfalls im nächsten Rat nicht dabei sind Sonja Plate (CDU) und Uwe Bock (Piraten). Plate hatte vor fünf Jahren 767 Stimmen erreicht. Diesmal waren es nur 181. Bock war über die Liste in den Stadtrat gekommen. Dafür reichten die Stimmen aber diesmal nicht mehr.  

Sonja Plate

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