Umsiedlung von Kreienkamp / Geschäftsführer: Bürgermeister wollte einen Termin mit uns

Schlachtbetrieb widerspricht der Stadt

Die Einfahrt zur Schlachterei Kreienkamp an der Goldenstedter Straße in Wildeshausen.
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An der Goldenstedter Straße liegt die Hähnchenschlachterei Kreienkamp, die im Besitz eines Steinfelder Unternehmens ist. Das hat jetzt betont, nicht umsiedeln zu wollen.

Die Firma, der die Hähnchenschlachterei Kreienkamp in Wildeshausen gehört, betont, nicht umsiedeln zu wollen. Damit widerspricht sie der Darstellung der Stadt.

  • Es soll eine Anfrage der Firma „Gut Bergmark & Recker Geflügel Vertriebsgesellschaft“ bei der Stadt Wildeshausen gegeben haben, die Hähnchenschlachterei Kreienkamp in Wildeshausen umzusiedeln.
  • Der Geschäftsführer widerspricht dieser Darstellung der Stadt Wildeshausen vehement.
  • Stattdessen behauptet er, die Stadt sei auf sein Unternehmen zugekommen.

Wildeshausen – Vehement widerspricht Dirk Heidler, Geschäftsführer der Firma „Gut Bergmark & Recker Geflügel Vertriebsgesellschaft“, der Darstellung der Stadt Wildeshausen, sein Unternehmen habe nach Flächen für den Bau eines neuen Schlachthofes in der Kreisstadt erkundigt. Stadtpressesprecher Hans Ufferfilge hatte in der vergangenen Woche auf Nachfrage unserer Zeitung gesagt, dass es eine Anfrage des Unternehmens gegeben habe.

„Zuerst einmal hat nicht Gut Bergmark bei der Stadt Wildeshausen einen Termin angefragt, sondern die Stadt Wildeshausen hat uns um einen Termin gebeten, um sich einmal persönlich vorzustellen“, betont Heidler. Während dieses Termins sei unter anderem über das neue Gewerbegebiet Wildeshausen-West und über die Idee, die Schlachterei gegebenenfalls irgendwann aus der Innenstadt von Wildeshausen an einen passenderen Standort auszusiedeln, gesprochen worden. Die Firma aus Steinfeld hatte im Herbst 2019 die Wildeshauser Hähnchenschlachterei Kreienkamp übernommen, die sich an der Goldenstedter Straße und damit im Innenbereich der Kreisstadt befindet.

Unternehmen wollte am Stammsitz in Steinfeld neu bauen, durfte aber nicht

Zum Hintergrund: Das Unternehmen aus Steinfeld wollte eigentlich an seinem Stammsitz neu bauen. Das hatte der dortige Gemeinderat allerdings abgelehnt. In der Nachricht von Heidler heißt es dennoch: „Es wurde keine konkrete Anfrage nach einer Fläche für den Neubau eines Schlachtbetriebes in Wildeshausen gestellt.“ Etwas einschränkend fügt der Geschäftsführer hinzu. „Wir haben lediglich signalisiert, dass wir weiterhin an einer passenden Fläche interessiert sind, wenn die Rahmenbedingungen passen.“

Außerdem informiert der Geschäftsführer, der sich vor Erscheinen unseres Artikels in der vergangenen Woche auf Anfrage nicht äußern wollte, dass bereits viel Geld in den Standort Wildeshausen gesteckt worden sei. „Wir haben kräftig in den Schlacht- und Zerlegebetrieb investiert und ihn modernisiert.“ So sei unter anderem Mitte vergangenen Jahres ein hochmoderner neuer Kältetunnel in Betrieb genommen worden. „Die Investitionen bisher liegen schon heute im siebenstelligen Bereich, so wie wir es damals mitgeteilt haben. Somit sind die Arbeitsplätze der über 160 Mitarbeiter nicht gefährdet. Im Gegenteil: Hohe Investitionen zu tätigen, um dann den Standort aufzugeben, macht nicht wirklich Sinn, oder?“, teilte Heidler mit.

„Keinerlei Interesse an Gewerbefläche in Wildeshausen“

„Wir können nicht nachvollziehen, wo Herr Ufferfilge als Pressesprecher der Stadt Wildeshausen seine Informationen her nimmt. Ich habe noch nie mit Herrn Ufferfilge gesprochen und kenne ihn gar nicht. Das darf auch so bleiben. Klar ist, dass wir keinerlei Interesse an einer Gewerbefläche in Wildeshausen haben“, betont Heidler. Es sei schon lange bekannt, dass es keine geeigneten Gewerbeflächen in Wildeshausen gebe. „Somit befassen wir uns auch nicht damit. Und noch mal: Der Bürgermeister der Stadt Wildeshausen wollte einen Termin mit uns, nicht wir mit ihm“, unterstreicht der Geschäftsführer.

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