58 positive Tests registriert

Weitere Corona-Infizierte in Verbindung mit Schlachtbetrieben

Corona im Landkreis: Insbesondere in Schlacht- und Zerlegebetrieben gibt es einige positive Tests.
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Corona im Landkreis: Insbesondere in Schlacht- und Zerlegebetrieben gibt es einige positive Tests.

Landkreis – Im Landkreis Oldenburg wurden gegenüber Montag 16 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Laut Angaben der Kreisverwaltung gibt es aktuell 134 registrierte, mit dem Coronavirus infizierte Personen. In Quarantäne befinden sich derzeit im Kreisgebiet 186 Menschen. 58 Infektionen sind im Umfeld von Schlachtbetrieben registriert. Die kumulative Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 63,1 auf 100.000 Einwohner.

Die meisten Neuinfektionen gab es zu Dienstag in der Gemeinde Großenkneten (14). Je ein positiver Test wurden in Dötlingen und Harpstedt registriert. Der Anstieg in Großenkneten ist in Verbindung mit einem Infektionsgeschehen in einem Schlachtbetrieb in Emstek zu sehen. Die Zahl der Infektionen in Verbindung mit Schlachtbetrieben ist von Montag auf Dienstag um neun angestiegen.

Artikel von Montag: Den fünften Tag in Folge ist im Landkreis Oldenburg die kumulative Sieben-Tage-Inzidenz über der Marke von 50. Laut niedersächsischer Coronaverordnung gilt damit die 3G-Regel auch, ohne dass der Indikator „Hospitalisierung“ den Wertebereich der Warnstufe 1 erreicht.

Die Verordnung lässt aber auch eine Ausnahme zu, von der die Kreisverwaltung nun Gebrauch macht. Ein Großteil der Neuinfektionen könne einem bestimmten räumlich abgrenzbaren Bereich zugeordnet werden, heißt es in einer Mitteilung. Darum werde keine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. „Das ist die Situation, wie sie sich heute darstellt. Wir werden die Entwicklung auch vor diesem Hintergrund weiter sehr sorgfältig bewerten und prüfen“, erklärt der Erste Kreisrat Christian Wolf.

Der größte klare abgrenzbare Bereich mit Corona-Infektionen im Landkreis Oldenburg sind Mitarbeiter aus der Fleischbranche. Derzeit gibt es 48 registrierte Fälle. 44 Mitarbeiter davon sind im Landkreis Cloppenburg tätig, davon wiederum arbeiten laut Kreisverwaltung 42 bei Vion in Emstek.

Ein fleischverarbeitender Betrieb hat eine Impfquote von nur 30 Prozent

Auch im Landkreis Cloppenburg steigt die Zahl der infizierten Mitarbeiter aus den Fleischbetrieben kontinuierlich. Dabei sind laut Pressesprecher der Kreisverwaltung, Frank Beumker, insbesondere Betriebe in Garrel, Essen und Emstek auffällig, während es bei anderen Betrieben kaum nennenswerte Corona-Fälle gibt. Der Sprecher nennt keine Firmennamen, verweist aber darauf, dass in einem der drei auffälligen Betriebe die Impfquote bei 30 Prozent liegt und in einem anderen etwa bei 50 Prozent. „Die Firmen sind unterschiedlich aktiv. Manche belohnen das Impfen mehr als andere“, bilanziert Beumker, das mobile Impfteams und Betriebsärzte nur einen begrenzten Spielraum haben, wenn die Firmen es nicht wollen.

Im Landkreis Oldenburg soll die Impfquote laut Kreisverwaltung in den Schlachtbetrieben beim Bundesdurchschnitt liegen. Im Kreisgebiet wurden gegenüber Freitag 24 Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst. Somit gibt es aktuell 130 registrierte, mit dem Coronavirus infizierte Personen. In Quarantäne befinden sich derzeit im Kreisgebiet 190 Menschen. Bestimmbare Cluster sind die Schlachtbetriebe sowie Schulen und Kindertagesstätten (19 Fälle). Die übrigen Infektionen sind diffus verteilt.

Die höchste Zahl der Neuinfektionen gab es über das Wochenende in der Gemeinde Großenkneten. Dort wurden 17 positive Tests registriert – viele davon bei Mitarbeitern der Schlachtindustrie in Emstek. In Ganderkesee gab es fünf Neuinfektionen, in Hude und Wildeshausen jeweils eine. Wegen der vielen neuen Fälle liegt die vom Landkreis berechnete Inzidenz in Großenkneten derzeit bei 268,30. In Wildeshausen liegt sie bei 44,71, in Harpstedt bei 46,74 und in Dötlingen bei 15,94. Die kumulative Sieben-Tage-Inzidenz für den gesamten Landkreis Oldenburg beträgt 70,7 auf 100.000 Menschen.

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