Resonanz auf Bericht zu Industriegebiet

„Schieflage“ moniert

Dieser Wald soll abgeholzt werden: Für das Industriegebiet müssen einige Bäume fallen.   Foto: dr

Wildeshausen – Einige Kritik hat unser Bericht über die Pläne der Stadt Wildeshausen herausgefordert, rund 40 Hektar Flächen in Großenkneten und Wildeshausen zu reservieren und dafür jährlich 149 000 Euro zu zahlen. Die Areale gehören dem Staatlichen Forstamt und dienen als Ausgleich für mehr als 17 Hektar Wald, die für das Industriegebiet gefällt werden müssen.

Die Stadtverwaltung von Wildeshausen monierte in einer Reaktion, dass der Gesamtbericht aufgrund der „Informationsquellen außerhalb der Verwaltung eine Schieflage darstellt“. So seien unter anderem noch keinerlei Grundstückskaufverträge geschlossen worden. Das teilte die Stadt auch allen Ratsmitgliedern in einem Brief mit, der jetzt verschickt wurde.

Konkret geht es um die Aussage, dass die Stadt nach Informationen unserer Zeitung Verträge mit vier Flächenbesitzern abgeschlossen hat. In der Tat sind die Kontrakte über verschieden hohe Quadratmeterpreise aber wohl noch nicht abgeschlossen. Es gibt jedoch laut unseren Informationen zwei notarielle Kaufangebote der Stadt, in denen diese Summen genannt werden. Sie sind noch nicht rechtswirksam. Eine Partei hatte in Nachverhandlungen einen deutlich höheren Kaufpreis ausgehandelt.

Die Stadtverwaltung kündigte in einem Schreiben an unsere Redaktion an, die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit, „wenn alle für das Projekt notwendigen Schritte einen Stand der Umsetzbarkeit erreicht haben“, zu informieren. Man wünsche sich deshalb eine umfassende Abstimmung in diesem sensiblen Thema, um Unsicherheiten in der Bevölkerung zu vermeiden.

Die Leser zeigen sich zumindest auf der Facebook-Seite unserer Zeitung sehr verärgert. Dort heißt es beispielsweise sarkastisch zu den geplanten Maßnahmen: „Fällt doch gleich alle Bäume. Hier in Wildeshausen und umzu gibt es so viele davon, dass man gar nicht weiß, in welchem Wald man zuerst spazieren gehen soll. Noch ein paar Jahre, und wir gehen hier auf ausgetrockneten Feldern spazieren auf der Suche nach Wasser. Muss dass sein, so ein Autohof?“    dr

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