„Schauspielkollektiv“ bringt Stück zum Thema „Mobbing“ auf die Bühne

Lena hält‘s nicht mehr aus

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Mit Spannung verfolgten die Drittklässler das Geschehen auf der Bühne, fanden Lenas Mitschüler gemein.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Gewaltprävention ist an der Wildeshauser Wallschule schon seit Jahren ein wichtiges Thema. „Das steht sogar bei uns im Schulkonzept“, sagte Lehrerin Simone Rogge. Gestern Morgen konnte sie in der Turnhalle das „Schauspielkollektiv“ aus Lüneburg begrüßen, das für die Drittklässler das Stück „Die Geschichte von Lena“ auf dem Bühne brachte, in dem es ums Mobbing geht.

Dies geschah auf Einladung des Arbeitskreises „Demokratie und Toleranz“ im Präventionsrat der Stadt. „Zum Glück hatten wir hier an der Schule noch keinen Fall von klassischem Mobbing“, erzählt Rogge. Aber präventiv werde es regelmäßig behandelt: „In dem Stück wird kindgerecht deutlich gemacht, wo die Unterschiede zwischen trietzen, ärgern, schlecht behandeln oder mobben liegen.“ Von einem Theaterstück bleibe sicherlich mehr hängen, als wenn das Thema ausschließlich mit Bildern und Geschichten angegangen werde.

Und so erlebten die Kinder, dass die fast zehnjährige Lena eines Morgens plötzlich verschwunden ist, weil sie es einfach nicht mehr ausgehalten hat, was in der Schule passiert ist.

Lena hat einen doppelt so alten Bruder, ein behütetes Elternhaus und ihre beste Freundin Maria, die in Schule neben ihr sitzt und schon zwei Jahre hintereinander mit Lena und deren Eltern im Ferienhaus Urlaub gemacht hat. Dann aber ist für Maria kein Platz mehr in dem kleinen Haus, da Lenas Bruder mit in den Urlaub fährt.

Als die Ferien zu Ende sind, freut Lena sich riesig, ihre Freundin und ihre Mitschüler wiederzusehen. Doch in der Schule ist nichts mehr wie zuvor. Maria steht auf dem Schulhof und liest den andern Kindern laut aus Lenas Urlaubsbriefen vor. Alle lachen und eins ist nach einer Geschichte über einen Kuhfladen klar: Lena stinkt! Diese glaubt, dass der Spott schnell vorbei geht. Aber ihr Platz neben Maria ist auf einmal besetzt, keiner will mehr mit ihr spielen, hinter ihrem Rücken wird getuschelt. Und genau das hält Lena nicht mehr aus.

Mit Spannung verfolgten die Kinder das Stück: „Zum Glück gibt es so etwas nicht bei uns, wir halten immer zusammen“, sagten sie.

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