Christdemokraten wollen Mehrkosten vermeiden und deshalb Alternativen aufzeigen / UWG hält Antrag für überflüssig

Sasse: Bauhof-Umzug soll zunächst geprüft werden

Der Bauhof der Stadt Wildeshausen liegt an der Ahlhorner Straße. Die CDU regt die Prüfung eines Umzuges an. - Foto: dr

Wildeshausen - Die Initiative der CDU-Fraktion im Wildeshauser Stadtrat, zu prüfen, ob der gesamte Baubetriebshof oder zumindest Teile davon auf dem sanierten Areal der Pagenmarsch neben dem Feuerwehrhaus errichtet werden können, hat für eine kontroverse Diskussion in der Kreisstadt gesorgt.

CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sasse hat deshalb jetzt in einem Schreiben an alle Fraktionen darauf hingewiesen, dass es sich vorerst um einen Prüfauftrag an die Verwaltung handelt, der wiederum eine gute Entscheidungsgrundlage bieten solle. „Wir haben uns intensiv mit der Feuerwehr-Führung über Möglichkeiten der Realisierung beschäftigt“, so Sasse. Es sei wichtig, dass Verwaltung und Politik ein schlüssiges und kostengünstiges Konzept entwickeln und umsetzen. Dafür müssten kurzfristig die Kosten der notwendigen Änderungen auf dem Bauhof mit den Kosten eines Neubaus auf dem Gelände neben der Feuerwehr berechnet und dann der Politik zur Entscheidung vorgestellt werden.

Hintergrund für die Vorschläge der CDU ist das Interesse des Spascher-Sand-Resorts, die Flächen des jetzigen Bauhofes zu erwerben, um die Zuwegung zu vereinfachen. Der Bauhof muss zudem saniert und umgebaut werden, weil er nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Gleichzeitig befürwortet die CDU angesichts der hohen Kosten für die Herrichtung der Pagenmarschfläche weitere sinnvolle Nutzungen neben der Feuerwehr. Ein benachbarter Baubetriebshof könnte beispielsweise der Feuerwehr die Waschanlage zur Verfügung stellen. Das bisherige Gelände des Bauhofes an der Ahlhorner Straße wiederum könnte verkauft werden und so Einnahmen für die Bauhof-Verlegung bringen.

Die Ratsfrau der Linken, Kreszentia Flauger, hat derartige Überlegungen bereits mit dem Verweis darauf abgelehnt, dass das Projekt für die Stadt teuer werden könnte. Auch der UWG-Fraktionsvorsitzende Rainer Kolloge sieht angesichts der finanziellen Situation der Stadt keine Spielräume für entsprechende Planungen. „Im Übrigen werden offenbar, mit Ausnahme von Damentoiletten, alle notwendigen Einrichtungen für den Bauhof am bisherigen Standort vorgehalten“, so Kolloge in einer Antwort an Sasse. Er könne deshalb mögliche Synergieeffekte eines Bauhof-Umzuges nicht erkennen und sehe auch keinen Vorteil einer Verlegung. „Der Antrag ist also überflüssig“, erklärt Kolloge. - dr

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