Stadtverwaltung legt einigen Ratsmitgliedern Finanzschätzung vor 

Sanierung des Feuerwehrhauses würde mehr als zwei Millionen Euro kosten

Die Fassade des ehemaligen Feuerwehrgebäudes müsste energetisch saniert werden.

Wildeshausen - Die Feuerwehr hat die alte Wache an der Hunte verlassen, die ersten Konzeptplanungen für ein Urgeschichtliches Zentrum wurden bereits vor einem knappen halben Jahr vorgestellt. Neben vielen bunten Bildern sowie Plänen, was in den Räumen ausgestellt und veranstaltet werden kann, fehlten aber in der Präsentation für die Öffentlichkeit und die Ratsmitglieder jegliche Angaben zu einer Finanzierbarkeit des Projektes. Nun liegen Teilen des Rates die Kostenschätzungen eines Ingenieurbüros vor, die ahnen lassen, dass ein Urgeschichtliches Zentrum eine Menge Geld kosten dürfte.

So rechnen die Experten aus, was eine dringend erforderliche energetische Sanierung des Gebäudes kosten würde und veranschlagen, ohne dass die Prüfung schon abgeschlossen ist, für Bauwerk und -konstruktion rund 1,1 Millionen Euro. Wenn die technischen Anlagen (ohne Aufzüge) modernisiert werden, schlägt das mit rund 473. 000 Euro zu Buche. Weitere Posten in dem nichtöffentlichen Papier enthalten die Kosten für den Ausstellungsbau mit rund 250. 000 Euro, wobei die Kosten von Art und Umfang der Präsentation abhängen dürften.

Für den Architekten müssten rund 300. 000 Euro bezahlt werden, der Tragwerksplanerkönnte 65 .000 Euro kosten und der Fachplaner ist noch nicht beziffert. Dagegen erscheinen die geschätzten Betriebskosten relative gering zu sein. Für Strom, Wartung und Ersatzlampen wären rund 16. 500 Euro fällig. Dazu kämen Betriebskosten für Licht, Nachtbespielung oder einen Zuspielrechner, sodass mit Gesamtausgaben von etwa 33. 000 Euro zu rechnen ist. Die Einnahmen beziffert das Ingenieurbüro bei angenommenen 15. 000 Besuchern jährlich mit 60 000 Euro, die Gastronomiepacht bringt rund 15 000 Euro, Gewinne aus dem Shopverkauf oder Veranstaltungen belaufen sich auf etwa 10. 000 Euro. Damit kommt man auf annähernd 85. 000 Euro jährliche Einnahmen.

Bereits in den Beratungen Ende vergangenen Jahres hatten Ratsmitglieder moniert, dass nicht damit zu rechnen sei, dass der Betrieb des Urgeschichtlichen Zentrums mit Ehrenamtlichen aufrecht erhalten werden kann. Unklar sind wohl auch die Kosten für das Abstützen des Gebäudes. Bürgermeister Jens Kuraschinski hatte vor zwei Monaten auf Risse zur Hunteseite hingewiesen. Der Sanierungsbedarf sei hoch. Baudezernent Manfred Meyer wurdedamals mit den skeptischen Worten zitiert: „Wir müssen prüfen, ob und inwieweit das Gebäude den gestellten Anforderungen statisch auf Dauer überhaupt gerecht werden kann, ohne dass künftig weitere Kosten zur Sicherung der Statik auf die Stadt zukommen werden.“

dr

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