Faulturm der Kläranlage gestern „ausgepackt“ / Außenhülle mit 40 Tonnen Granulat abgestrahlt

Sanierung bringt Gasersparnis

In aller Frühe haben die Arbeiter gestern begonnen, den Faulturm „auszupacken“.

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Schon jetzt kann der Betriebsleiter der Wildeshauser Kläranlage, Abwassermeister Matthias Schnieder, sagen, dass die energetische Sanierung des Faulturmes „wirklich einiges gebracht hat. Wir haben in diesem Winter schon sehr viel Gas für die Beheizung des Faulturmes gespart.“ Gestern wurde der Turm „ausgepackt“ – er erstrahlt nun in frischem Alu-Glanz.

Der Faulturm müsse stets auf eine Temperatur von 40 Grad gebracht werden. „Das geschieht über die Zuführung von Wärme, die neben dem Strom von unseren Blockheizkraftwerken produziert wird“, erklärt Schnieder. Die Kraftwerke würden unter anderem mit dem Gas versorgt, das im Faulturm entstünde: „Bislang hat das Gas aber längst nicht ausgereicht. Nach der Sanierung aber brauchen wir deutlich weniger Erdgas zuführen, was zweifelsohne zu Einsparungen führt.“

Neben dieser energetischen Sanierung wurde der Turm aber auch noch einer „Runderneuerung“ unterzogen. „Der Zahn der Zeit, hier ganz besonders die Witterung, hatte deutlich an der Außenhülle genagt“, betont Schnieder. „Schließlich wurde seit dem Bau im Jahr 1976 so gut wie nichts mehr daran gemacht.“

So hat die Stadt über 200 000 Euro in diese Maßnahme gesteckt. Zunächst galt es, die etwa 1 000 Quadratmeter große Außenfläche des Faulturmes abzustrahlen. Allein dafür waren rund 40 Tonnen Granulat nötig. Danach wurden eine Zink- sowie eine Schutz-Farbschicht aufgetragen. „Bei diesen Arbeiten sind wir schon auf einige Stellen gestoßen, die unbedingt behandelt werden mussten“, erinnert sich der Betriebsleiter.

Nach diesen Vorarbeiten wurde der Turm mit einer 20 Zentimeter dicken Mineralwolle-Isolierschicht versehen, bevor er seine neue Verkleidung bekam.

„Ich gehe davon aus, dass ich es nicht mehr erleben muss, dass der Turm eingerüstet wird, um daran Sanierungsarbeiten vornehmen zu müssen. Diese Maßnahmen reichen mit Sicherheit für viele Jahre“, betont Schnieder. Allerdings sei er froh, dass der Turm nun endlich wieder „ausgepackt“ werden könne: „So sieht er doch wesentlich besser aus.“

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