Musikgruppen, Aktionsstände und offene Geschäfte in der Innenstadt

Samba, Glühwein und eine Schlange vor der Eisdiele

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Mit entsprechend kostümierten Tänzerinnen präsentierten alle Gruppen zum Abschluss vor dem Stadthaus „Samba Reggae“. Unter der Leitung von Christian Auer begeisterten sie Hunderte Zuschauer auf dem Marktplatz.

Wildeshausen - Einige Besucher des Wildeshauser Wohlfühltags „Spargel-Gesundheit-Wellness“ dachten morgens angesichts der Temperaturen noch an einen Weihnachtsmarkt – es hatte schließlich erst kurz zuvor geschneit. Aber der gestrige Tag sollte doch noch zu einer gelungenen Veranstaltung werden.

Das Wetter wurde schließlich zumindest etwas besser und schließlich bildete sich sogar eine Schlange vor einer Eisdiele an der Westerstraße. Trotzdem nutzten viele Wildeshauser das Glühweinangebot auf dem Marktplatz. In den Geschäften ließ es sich aber auch ohne Wärme aus der Tasse aushalten.

Familien mit Kindern und Rentner aber auch junge Leute bummelten über die Westerstraße, den Marktplatz und die Huntestraße. Oft begleitet von den Trommelklängen der vier Sambagruppen, die an mehreren Standorten musizierten.

Zum Höhepunkt des Tages marschierten die Formationen dann begleitet von kostümierten Tänzerinnen die Wester- und Huntestraße hinauf, um sich auf dem Marktplatz vor dem Stadthaus zu vereinigen. Dort heizten sie dem Publikum ordentlich ein.

Für die Wildeshauser Sambagruppe „Acompasso“ war es ein besonderer Tag. Sie besteht nun seit zehn Jahren und feierte ihr Jubiläum im Rathaus. Das hätte er sich vor 28 Jahren während eines Sambakurses in Hamburg nicht träumen lassen, sagte Mitbegründer Oliver Franz. Und auch als die Gruppe in seinem Wohnzimmer entstand, hätte er nich im Traum daran gedacht, dass sie zehn Jahre alt werden könnte.

Verkaufsoffener Sonntag in Wildeshausen 

Rückblickend hob er das anderthalbstündige Trommeln gegen Nazis während einer Kundgebung der Rechten im Jahr 2009 auf dem Marktplatz in Wildeshausen hervor. „Das war ,Acompassos‘ wichtigster Auftritt“, betonte Franz.

Anschließend sprach ihm Susanne Weber für alle Mitglieder ihren Dank aus: „Wir lieben dich. Auch wenn deine spontanen Ideen uns manchmal zum Verzweifeln bringen.“ Franz wurde sodann mit einem entsprechendem T-Shirt zum „Mestre do grupo ,Acompasso‘“ ernannt.

Samba in Wildeshausen

Der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Däubler gratulierte zum Jubiläum und knüpfte an die Erinnerung an den Auftritt gegen Rechts an, indem er die politische Dimension des Samba hervorhob. „Die Spieler brauchen die Fähigkeit, den anderen zuzuhören, denn nur so kann Harmonie entstehen“, sagte er. Ein Satz, der auch auf den Umgang zwischen Einheimischen und Flüchtlingen Anwendung finden könnte.

bor

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