Rund als 10000 Besucher bei Landmaschinen-Schau von Schröder

Selfie mit dem Fendt 1050

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Die größte Attraktion war der Fendt Vario 1050, nach Herstellerangaben ein Alleskönner auf dem Acker.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Handy-Selfies (Selbstportraits) mit Stars sind eine beliebte Erinnerung an ein denkwürdiges Treffen. Der unumstrittene Star in Wildeshausen war an diesem Wochenende der Fendt 1050, der beim Tag der offenen Tür von Landmaschinen Schröder ausgestellt wurde.

Immer wieder sah man insbesondere begeisterte Männer, die ein Foto von sich und dem Ackerschlepper machten, der bislang noch gar nicht gekauft, sondern nur vorbestellt werden kann. Das „German Wunderwerk“ (so der Hersteller) soll mit seinen 500 PS so ziemlich alles können und variiert beispielsweise seinen Reifendruck, wenn er von der Straße auf den Acker einbiegt, um die Krume zu schützen.

Rund 10000 Besucher aus einem Umkreis von bis zu 200 Kilometern zählten die Schröders an zwei Tagen anlässlich der Eröffnung des neuen Verkaufs- und Verwaltungsgebäudes an der Heemstraße. Rund um den Firmensitz waren die Straßen gesperrt und parkten die Autos der Besucher. Diese wurden vom Kreishaus mit einem Shuttle zum Betriebsgelände gebracht. Gleichzeitig waren zwei 50-Sitzer-Busse unterwegs, um die Interessierten zum Gebrauchtmaschinen-Verkauf an der Benzstraße zu bringen.

Landmaschinen Schröder ist mehr als 200 Jahre alt und betreibt mittlerweile Standorte in ganz Norddeutschland. Von dort waren Berater in die Kreisstadt gekommen, um ihre Kunden umfassend zu informieren. Die Besucher konnten im neuen Firmengebäude das komplette Sortiment vom Rasenmäher bis zum Mais-Häcksler besichtigen. Es war möglich, in das Führerhaus der großen Maschinen zu steigen und sich davon zu überzeugen, dass Ackerbau ein hochtechnologisches Geschäft ist. Ein moderner Trecker arbeitet beispielsweise mit Navigationstechnik, sodass der Landwirt eigentlich nur noch den Startpunkt auf dem Feld anfahren muss. Danach arbeitet das Fahrzeug die Aufgaben weitgehend satellitengesteuert ab. „Wir haben überall in Norddeutschland Sendemasten bestückt, über die Profi-Betriebe die Daten abrufen können“, erläuterte Geschäftsführer Bernd Schröder. Er freute sich darüber, dass seinem Betrieb das Wetter in die Hände spielte. „Der Acker ist noch zu feucht, es ist aber heute trocken, sodass die Leute Zeit und Lust haben, zu uns zu kommen.“

Traditionell wird der Sonnabend für Fachgespräche und Verkaufsverhandlungen genutzt. Am Sonntag kommen einige Kunden ein zweites Mal und bringen ihre Familie mit. So sah man am Sonntag viele „große Kinder“ und deren Söhne und Töchter, die mit leuchtenden Augen die Fahrzeugkabinen erklommen, um sich im Führerhaus umzusehen.

Ein wichtiger Anziehungspunkt war für die Besucher auch die Abteilung, in der Funktionskleidung zu reduzierten Preisen angeboten wurde. Kaum ein Vorwärtskommen gab es in der Spielwarenabteilung. Dort hatte der Schröder-Standort aus Völkersen (Landkreis Verden) zahlreiche Modelle zum Verkauf aufgestellt. Zu kaufen gab es Schlepper und Trecker in limitierter Auflage, für die Sammler schon mal 200 Euro auf den Tresen legen. Aber auch das günstigere Modell für das Kinderspielzimmer war dort erhältlich. Damit der Landwirt von morgen heute schon mal spielerisch den Mais häckseln kann, bevor er mit dem großen Modell zwölf Reihen gleichzeitig für die Biogasanlage beißt.

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