Neuer Weg auf Friedhof

Die Rumpelei soll ein Ende haben

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Vor der Kapelle sieht es derzeit ziemlich wild aus, findet Friedhofsleiter Heiko Wittrock. Gut zwei Wochen sollen die Arbeiten noch dauern. 

Nach mehreren Jahrzehnten war die Asphaltdecke auf dem Hauptweg des städtischen Friedhofs in Wildeshausen nicht mehr tragbar. Risse und Rillen machten Beerdigungen zu einer unfeierlich rumpeligen Angelegenheit, sagt Friedhofsleiter Heiko Witt-rock. Ein neuer Weg soll Abhilfe schaffen.

Wildeshausen – Von Katia Backhaus. „Auf, alt und kaputt“, nichts mehr zu machen: Für Friedhofsleiter Heiko Wittrock war es höchste Zeit, den Hauptweg auf dem städtischen Friedhof in Wildeshausen zu pflastern. Die alte Asphaltdecke war nach 60 oder sogar 70 Jahren, so genau weiß Wittrock das nicht, zur Buckelpiste geworden. Bereits im vergangenen Sommer waren die Seitenwege neu gemacht worden, aus Kapazitätsgründen mussten die Arbeiten am zentralen Weg auf das Frühjahr verschoben werden. Für die Kosten der aktuellen Maßnahme – rund 70 000 Euro – kommt die Stadt auf.

Nun sind Bagger und Sandkipper vor Ort. In zwei Bauabschnitten soll zwischen Kapelle und Geesthöfen das neue Pflaster verlegt werden. Gut 350 Meter lang ist die gerade Strecke, die Wegfläche beträgt rund 760 Quadratmeter. Die Steine, die in Zukunft eine ruckelfreie Fahrt über das Gelände gewährleisten sollen, sind vom Typ „gerumpelt braun“. Sie liegen auch auf den frisch gepflasterten Seitenwegen.

Abgeschlagene Ecken an diesen Steinen sorgen nicht nur für eine natürliche Ästhetik, sondern ermöglichen zudem, dass Regenwasser ungehindert in den Boden sickern kann. Auch der etwa 15 Zentimeter breite Rasenstreifen, der den Hauptweg weiterhin an beiden Seiten säumt, soll diesen Zweck erfüllen. Besonders im trockenen und heißen Sommer des vergangenen Jahres sei es wichtig gewesen, dass das Regenwasser in den Boden laufen konnte, erläutert Wittrock. Die Linden am Wegesrand seien zwar nicht allzu empfindlich, aber der Boden auf dem Friedhofsgelände sei im Ganzen sehr trocken. Unter der erdigen Oberfläche stoße man nach etwa 30 Zentimetern bereits auf die erste Sandschicht.

Schon neu gepflastert sind die meisten Seitenwege des Friedhofs. Der Hauptweg soll künftig auch optisch an diese anschließen.

Sandig sieht auch der Hauptweg unter der größtenteils bereits abgetragenen Asphaltdecke aus. Fünf Zentimeter Belag, fünf Zentimeter Sand, mehr Unterbau hatte der alte Weg nicht. „Da war im Winter auch immer Bewegung drin“, erinnert sich Wittrock. Mit dem Abschluss der laufenden Arbeiten ist das Thema Wege auf dem städtischen Friedhof erst einmal vom Tisch. Zwar gibt es noch einige Abzweigungen, die im vergangenen Sommer kein neues Pflaster erhalten haben, doch das sei auch nicht nötig, sagt Wittrock. „Wir können jetzt nicht die guten Wege rausreißen, weil sie optisch nicht passen.“

Er geht davon aus, dass die Arbeiten noch gut zwei Wochen dauern. „Wenn’s super gut läuft, ist der erste Bauabschnitt bis Ostern fertig, der zweite bis zum 26. April.“ Für Beerdigungen steht derweil der zweite Hauptweg zur Verfügung.

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