Kolloge: Projekt-Planung sofort beenden

UWG ruft CDU und SPD zum Verzicht auf Industriegebiet Wildeshausen-West auf

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Seit Jahren plant die Stadt Wildeshausen hier ein Industrie- und Gewerbegebiet. Die UWG lehnt das Projekt ab. 

Wildeshausen - „Die derzeit im Haushalt vorgesehenen Investitionen für das Industriegebiet Wildeshausen-West sind aus finanz- und umweltpolitischen Gründen nicht zu verantworten“, erklärt der UWG-Fraktionsvorsitzende Rainer Kolloge in einer Pressemitteilung. „Das Geld ist in unseren Schulen und der Innenstadt besser angelegt. Dort wird es auch wirklich benötigt.“

Kolloge ist der Meinung, dass die Planungen für das Industriegebiet bei unbefangener Betrachtung sofort beendet werden müssen und fordert die Befürworter des Projekts in CDU und SPD zur Umkehr auf.

„Von dem geplanten Gebiet profitieren allein die Eigentümer der betroffenen Grundstücke“, ergänzt der UWG- Ratsherr Hermann Hitz, „die Stadt hat keinen Vorteil.“

Nach den aktuellen Planugen ist es so, dass ein Grundstückseigentümer auf der Fläche zunächst über Jahre Sand abbauen möchte und das mehrere Meter tief ausgekofferte Areal erst im Anschluss der Stadt überlassen will. 

Kolloge: Nutzen für Wildeshausen zweifelhaft

„Der lukrative Sandabbau ist dabei – soweit ersichtlich – nur möglich, wenn das Areal später als Industriegebiet ausgewiesen wird“, schreibt die UWG. „Die Eigentümer der Flächen haben daher erkennbar ein großes Interesse an der Planung des Industriegebietes. Der Nutzen für Wildeshausen ist dagegen zweifelhaft.“

„Unabhängig davon, dass nach den gegenwärtigen Planungen nicht absehbar ist, wann etwaige Industrieflächen in Wildeshausen-West überhaupt zur Verfügung stehen, ist keineswegs sicher, ob es jemals eine Nachfrage für das Gebiet gibt“, wiederholt Kolloge seine Aussage, die sogar zu einer Wette mit der Mittelstandsvereinigung Wildeshausen über eben diese Frage geführt habe. „Denn schon in Visbek und Ahlhorn sind weitaus größere Flächen im Angebot. Auch mit zukünftigen Gewerbesteuereinnahmen lassen sich die immensen Investitionen für das Industriegebiet nicht rechtfertigen“, so Kolloge. 

Steuereinnahmen nur gering

Von dem ohnehin erst nach einem Abschreibungszeitraum erzielbaren Gewerbesteueraufkommen verbleibe aufgrund einer Verrechnung mit Steuerzuweisungen des Landes nur ein geringer Anteil von etwa 15 Prozent bei der Stadt. „Vor diesem Hintergrund gibt es keinen Anlass, für Wildeshausen-West viele Millionen Euro zu investieren und über 20 Hektar Wald an unserem Ortseingang zu fällen“, so die UWG abschließend. „Die wirklich benötigten Flächen für Gewerbe und Industrie können wir wesentlich schneller, kostengünstiger und umweltschonender in interkommunaler Zusammenarbeit mit Dötlingen und später auch mit Großenkneten schaffen. Mit Dötlingen sind wir da ja schon auf einem sehr guten Weg.“

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