Auch Bürgermeister bei Demonstration

Route des Protestzuges noch unklar

Aufruf zur Gegendemonstration.

Wildeshausen (dr) · Es ist sicher, dass am kommenden Sonnabend ab 9.30 Uhr viele Wildeshauser gegen eine anschließend geplante Kundgebung der rechtsextremen Deutschen Volksunion demonstrieren werden. Doch ob der Demonstrationsauftakt auf dem Marktplatz und ein anschließender Gang durch die Innenstadt genehmigt werden, ist noch unklar. Die Genehmigungsbehörde möchte die Prostestkundgebung lieber auf dem Gildeplatz ansiedeln und schlägt für den Marsch Straßen außerhalb der Innenstadt vor.

Dagegen haben die Initiatoren des Aktionsbündnisses „Bunt statt Braun – Wildeshausen gegen Rechtsextremismus“ einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt. „Wir möchten in der Stadt gesehen werden“, sagen sie, denn der Protest gegen rechtsextreme Parteien müsse unbedingt öffentlich gemacht werden.

Auch Bürgermeister Kian Shahidi solidarisiert sich mit dem Aktionsbündnis. „Ich unterstütze diese Gegendemonstration und fordere alle Bürger auf, an einem bunten und friedlichen Protest mitzuwirken.“

Beide Kundgebungen werden voraussichtlich unter massivem Polizeischutz stattfinden. Das Aktionsbündnis „Bunt statt Braun“, zu dem zahlreiche Wildeshauser Vereine und alle politischen Parteien gehören, hat eine Teilnehmerzahl von 150 Personen angemeldet. Die Hoffnung geht aber dahin, dass weit mehr Menschen in Wildeshausen Flagge gegen Rechts zeigen. Geplant ist, dass sich der Protestzug durch die Innenstadt bewegt und über Heemstraße, Im Hagen und Delmenhorster Straße zur Abschlusskundgebung auf dem Gildeplatz gelangt. Dort wird es neben Redebeiträgen auch einen Stand der Kommission „Courage gegen Rechts“ des GEW geben.

In den vergangenen Tagen wurden die Ergebnisse der Mitgliederbefragung bei DVU und NPD zu einer möglichen Fusion der beiden Parteien veröffentlicht. Die Zustimmung war offenbar groß, so dass Sympathisanten aus der NPD bei der DVU-Kundgebung in Wildeshausen auftauchen könnten. Angemeldet sind lediglich 30 Teilnehmer.

Der Staatsschutz wird sicherlich ein aufmerksames Auge auf die Aktivitäten werfen, denn auch in der antifaschistischen Szene im Umland wird dafür geworben, nach Wildeshausen zu kommen. Deshalb legen die Initiatoren viel Wert auf die Feststellung, dass aus der Wittekindstadt ein Signal des friedlichen Protestes ausgeht.

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