Gemeinsame Aktion mit Flüchtlingen im Arboretum

Rotarier pflanzen Bäume aus aller Welt

Governorin Sibylle Thalmann-Haffter aus Westerstede (Vierte von links) übernahm die Patenschaft für den „Schneeflocken-Baum“ und pflanzte ihn mit ein. - Fotos: Nosthoff

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Auch wenn das Wetter am Sonnabendvormittag nicht gerade zur Gartenarbeit einlud, waren zahlreiche Rotarier im Wildeshauser Arboretum in der Lehmkuhle aktiv. Gemeinsam mit syrischen Flüchtlingen pflanzten sie neun seltene Bäume, die aus verschiedensten Regionen der Welt kommen. Ganz nach dem Motto: „Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.“ An der Aktion nahm auch die Govenorin des Rotary-Nord-West-Distrikts, Sibylle Thalmann-Haffter aus Westerstede, teil.

„Einige der Bäume, die unser Arboretum-Kümmerer Volker Kuhlmann ausgesucht hat, kenne ich selbst kaum“, erklärte Gärtnermeister Jens Schachtschneider, der im Rotary-Club Wildeshausen nicht nur für die Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch für das Besorgen der Bäume zuständig ist. Für den Termin hatte er sich extra über die Pflanzen informiert. „Damit ihr heute nicht nur fleißig sein könnt, sondern nachher auch noch schlauer geworden seid“, meinte er.

Governorin als Sponsorin

So durfte Thalmann-Haffter einen „Schneeflocken-Baum“ (Chionanthus virginicus) einpflanzen, für den sie sich als Sponsorin zur Verfügung stellte. Der seltene Strauch aus Nordamerika bekommt im Sommer weiße, duftende Blüten. Er wird hierzulande zwei bis drei Meter hoch.

Hinzu kommen Pflanzen aus verschiedenen Teilen Amerikas, China, dem Mittleren Osten sowie Südwest- und Ostasien.

„Wir haben hier also Gäste aus der ganzen Welt“, beschrieb Schachtschneider die Baumauswahl. Ein Symbol dafür, dass man der Natur und den Menschen gegenüber offen sein wolle. Ganz besonders freuten sich die Rotarier daher über die Unterstützung der Flüchtlinge. Den Kontakt hatten die Rotarier Hermann Lessel und Tjard Wildeboer über Linda Vietor vom Mehrgenerationenhaus in Wildeshausen hergestellt. „Wir wollen uns gerne weiterhin regelmäßig miteinander austauschen“, betonte Lessel. Geplant ist eine 14-tägige Gesprächsrunde montags ab 17 Uhr im Mehrgenerationenhaus vor dem Rotarier-Treffen.

Als Ehrengast durfte Thalmann-Haffter übrigens noch eine weitere Amtshandlung vornehmen: Sie enthüllte einen neuen überdimensionalen Bilderrahmen mitten im Arboretum. Dazu gehört ein feststehendes Stativ, das die Besucher zu Selbstauslöser-Aufnahmen in eben jenem Bilderrahmen animieren soll. „Wir werden noch ein Schild anbringen mit der Bitte, uns das Foto dann auch zuzusenden. Es wäre doch schön, mal zu erfahren, wer uns hier so besucht“, erklärte Kuhlmann, der die Aktion initiiert hatte.

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