„Beleuchtung wäre ein Pfund“

Rosenmontagsbesuch der „Pielepoggen“ im historischen Rathaus

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Jens Kuraschinski (links) und Thomas Eilers begrüßten die „Pielepoggen!“ vor dem Rathaus. 

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Dass ein Jungbürgermeister nicht immer jung und ein Altbürgermeiser nicht stets alt sein muss, stellen die „Pielepoggen“, Bürger des Wildeshauser Stadtteils Zwischenbrücken, immer wieder eindrucksvoll unter Beweis. Nach alter Tradition waren sie am Rosenmontag zu Gast im historischen Rathaus, wo sie von Bürgermeister Jens Kuraschinski und Kämmerer Thomas Eilers Glockenschlag 10 Uhr empfangen wurden.

Nachdem der scheidende Altbürgermeister Ralf Hentemann die Kette an seinen Nachfolger Christoph Schlüter überreicht hatte, war es an Kuraschinski, den neuen Jungbürgermeister Jürgen Luthardt zu verpflichten. Er wird im nächsten Jahr zum Altbügermeister ernannt. „Ich habe für dieses Amt extra zwölf Kilogramm abgenommen, damit ich mit den jungen Burschen mithalten kann“, so Luthardt.

Zunächst berichtete Kuraschinski, dass von den Wünschen der „Pielepoggen“ aus dem vergangenen Jahr schon einiges umgesetzt werden konnte. So zum Beispiel die ansprechende Gestaltung der Fläche am Mühlendamm. Dort wurde Rasen angesät. Ferner wurden Sitzbänke aufgestellt, damit die Menschen dort an der Hunte etwas verweilen können.

Scherzhaft fügte Helmut Rang an: „Vielleicht sollten wir in diesem Bereich noch einen Strandkorb-, Kanu- und Tretbootverleih einrichten. Das bringt sicherlich einiges an Einnahmen.“

Glascontainer ein Dorn im Auge

„Ihr möchtet ja, dass ein Tempo-Messgerät fest in Zwischenbrücken installiert wird. Auch da sind wir noch dran“, so der Bürgermeister. Allerdings entstünden dadurch Kosten von etwa 3 000 Euro: „Aber wir haben ja eure Zusage, dass ihr euch daran beteiligen wollt.“ Ein Dorn im Auge sind den Zwischenbrückern nach wie vor die Glascontainer auf genanntem Platz. Auch dazu konnte Kuraschinski Positives berichten: „Die Container werden in den Bereich des neuen Rewe-Marktes versetzt.“

Schon seit Jahren „kämpfen“ die „Pielepoggen“ um eine vernünftige Beleuchtung ihres Reviers. „Leider hat sich in dieser Richtung bislang nichts getan“, so Benno Hentemann „Es muss dort was geschehen, damit wir eine vernünftige Beleuchtung bekommen“, fügte Schlüter an. Rund 50 Prozent der Lampen seien mittlerweile defekt: „Vielleicht sollten wir zunächst noch einmal versuchen, diese zu reparieren, ehe neue installiert werden, damit es abends wenigstens hell ist.“ Dazu Kuraschinski: „Die Lampen, die dort verbaut sind, gibt es nicht mehr. Aber wir stellen bereits Überlegungen an, die Beleuchtung in der Stadt generell zu privatisieren.“

„Wenig Invest für sehr viel Gewinn“

Allerdings ist es nicht nur die Straßenbeleuchtung, die den „Pielepoggen“ am Herzen liegt. Vielmehr möchten sie auch die Brücken ansprechend beleuchtet wissen. „Egal wo ich hinkomme, in jeder Stadt mit einem Fluss sind die Brücken herrlich beleuchtet“, so Rang. Neben der schönen Beleuchtung am Rathaus könne auch die Illumination der Huntebrücken ein echtes Pfund für die Kreisstadt sein. „Wir sollten in dieser Richtung unbedingt etwas unternehmen. Das ist sicherlich wenig Invest für sehr viel Gewinn.“

Luthardt sprach dann von einem Generationswechsel, der sich in Zwischenbrücken unbedingt vollziehen müsste: „Wir haben dort derzeit leider nur vier Kinder. Das ist natürlich entschieden zu wenig.“ Das war früher völlig anders“, erinnerte sich Gerhard Lübben: „Damals waren dort 30 und mehr Kinder beheimatet.“

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