Maschine misst die Bodenqualität für die Landwirtschaft

Roboter-Team der Realschule fährt zum Deutschlandfinale

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Das „Junior-Team“ der Realschule mit seinem Roboter und den Urkunden. Nun geht es zum Bundesentscheid.

Wildeshausen - Ein toller Erfolg für das Roboter-Team der Realschule Wildeshausen. Die Junior-Mannschaft „Alien Protector 3“ qualifizierte sich für das Deutschlandfinale der World-Robot-Olympiade (WRO) in der Dreiländerhalle in Passau am 16. und 17. Juni. Die Schüler versuchten sich am „Präzisionsackerbau“.

Zunächst war das Team unter der Leitung von Milan Lammers bei den Junioren (13 bis 15 Jahre) beim Regionalentscheid in Westerkappeln.

Die Schüler haben einen Roboter entwickelt, der Daten zur Bodenqualität sammelt und so die richtigen Setzlinge auf den Äckern anbaut. Dabei ist es die Aufgabe des Roboters, auf einem Parcours verschiedene Setzlinge zu finden und einzusammeln. Hat er einen aufgenommen, liefert eine entsprechende Farbcodierung den Hinweis darauf, wo fruchtbarer Boden zu finden ist.

„Hintergrund dieser Aufgabe ist, dass durch die weltweit wachsende Bevölkerung immer mehr Lebensmittel produziert werden“, so die Leiterin der Roboter-AG, Anke Schneider. „Eine Möglichkeit, den Ertrag in der Landwirtschaft zu erhöhen, ist der Einsatz von modernen Technologien wie Robotern, Drohnen und Satelliten.“ Damit könnten präzise Daten zur Bodenqualität ermittelt werden. Diese Werte könnten von selbstfahrenden Traktoren genutzt werden, um unterschiedliches Saatgut (passend zur Bodenqualität) zu verteilen. „Durch das an die Umgebung angepassteMaterial erhöht sich das Wachstum und damit der Ertrag“, so Schneider.

Erfolgreich um Spenden geworben

Die Jugendlichen hatten im Vorfeld einen Roboter und ein Programm entwickelt. Am Wettbewerbstag mussten alle Bauteile für den Roboter demontiert sein. Auch Bauanleitungen waren untersagt. Nach der ersten Phase wurde geprüft, ob die Roboter die erforderlichen Maximalmaße nicht überschreiten, erst danach ging es an den eigentliche Lauf.

„Bereits in der ersten Runde stand unser Team an vorderer Position. Diesen Vorsprung konnten es in den weiteren Runden weiter ausbauen“, lobte Schneider. „Die Schüler haben persönliches Engagement gezeigt und ihr fachliches Können unter Beweis gestellt.“

Nun dürfte es spannend sein, wie weit die Wildeshauser auf Bundesebene kommen. Um die Fahrten zu den Wettbewerben finanzieren zu können, hatten sich die Schüler im Vorfeld auf die Suche nach Sponsoren begeben. Eine erfolgreiche Unterstützung gab es von den Firmen Hermes-Systeme, Atlas Weyhausen und Exxon Mobil.

Lesen Sie hierzu auch:

Realschule Wildeshausen im Halbfinale des Roboter-Wettbewerbs

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